Drei Dosen des Vakzins von Pfizer/Biontech laut Studie wirksam gegen Omikron

Hersteller wollen an Variante angepassten Impfstoff bis März bereitstellen

Impfspritze mit dem Vakzin von Biontech und Pfizer

Der Impfstoff von Pfizer und Biontech ist ersten Untersuchungen zufolge nach drei Dosen wirksam gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. Das teilten die beiden Hersteller am Mittwoch unter Berufung auf eine eigene Studie mit. "Die vorläufigen Daten weisen darauf hin, dass eine dritte Dosis ein ähnliches Niveau an neutralisierenden Antikörpern gegen Omikron hervorruft, wie es nach zwei Dosen gegen den Wildtyp und andere Varianten, die vor Omikron auftraten, beobachtet wurde", hieß es in der Erklärung.

Zwei Impfdosen dürften nach Ansicht der Hersteller "keinen ausreichenden Schutz gegen eine Infektion mit der Omikron Variante bieten". Die Unternehmen gehen jedoch davon aus, dass zumindest ein Schutz vor schweren Krankheitsverläufen gewährleistet sei.

"Sicherzustellen, dass so viele Menschen wie möglich vollständig mit der zwei-Dosis-Serie und der Auffrischungsimpfung geimpft sind, bleibt die beste Strategie, um die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla. Biontech-Ceo Ugur Sahin rief zu "großflächigen Impf- und Auffrischungskampagnen auf der ganzen Welt" auf, um geschützt "durch den Winter zu kommen".

Pfizer und Biontech rechnen eigenen Angaben zufolge damit, dass sie bis Ende März ein an die Omikron-Variante angepasstes Vakzin herstellen könnten, "sollte eine Anpassung des Impfstoffs für einen höheren sowie langanhaltenderen Schutz notwendig sein".

Die Omikron-Variante war Ende November von Wissenschaftlern in Südafrika entdeckt worden. Seither wurde sie in dutzenden Ländern nachgewiesen, darunter Deutschland. Sie weist 50 Mutationen im Vergleich zu dem ursprünglichen Virus auf, davon 32 am sogenannten Spike-Protein, mit dem das Coronavirus an der Wirtszelle andockt.

Veröffentlicht: 08.12.2021 – Quelle: Agence-France-Presse