Peking startet neue Massentests nach durch Bar-Besucher verursachtem Corona-Ausbruch

Mindestens 183 Fälle in Zusammenhang mit feierwütigem Infizierten

Neuer Corona-Massentest in Peking

Nach einem neuen und offenbar durch einen einzigen feierwütigen Bar-Besucher verursachten Corona-Ausbruch sind in Peking die Pandemie-Restriktionen erneut verschärft worden. In der chinesischen Hauptstadt begann am Montag eine neue Runde von Massentests; die eigentlich geplante Wiederöffnung der meisten Schulen fiel aus. Bisher seien von dem infizierten Bar-Besucher ausgehend 183 neue Corona-Fälle registriert worden, teilten die Behörden am Montag mit.

Der Mann, der für den neuen Ausbruch verantwortlich gemacht wird, hatte in der vergangenen Woche mehrere Bars und Clubs im Vergnügungsviertel Chaoyang besucht. Obwohl er Fieber hatte, ließ er sich 14 Tage lang nicht testen. 

In Chaoyang im Zentrum der chinesischen Hauptstadt, wo viele internationale Unternehmen und Botschaften sowie teure Geschäfte ansässig sind, startete am Montag ein neuer Massentest: Alle 3,5 Millionen Bewohner des Viertels sowie Millionen dort arbeitende Beschäftigte werden drei Tage lang täglich auf das Coronavirus getestet. Zudem wurden mehrere Wohnviertel und Einkaufszentren abgeriegelt.

China verfolgt seit Beginn der Corona-Pandemie eine strikte "Null-Covid-Strategie". Seit Auftreten der Omikron-Variante kommt es dennoch immer wieder zu größeren Ausbrüchen.

Veröffentlicht: 13.06.2022 – Quelle: Agence-France-Presse