Hongkong schafft Hotelquarantäne-Pflicht bei Einreise aus dem Ausland ab

Strikte Corona-Regel hatte Wirtschaft der Finanzmetropole geschadet

Hongkongs Regierungschef John Lee am 6. September

Nach zweieinhalb Jahren schafft Hongkong die obligatorische Hotel-Quarantäne für alle Ankömmlinge aus dem Ausland ab. "Das System der Hotelquarantäne wird aufgehoben", sagte Hongkongs Regierungschef John Lee am Freitag vor Journalisten. Die Regelung hatte in der chinesischen Sonderverwaltungszone wegen der Corona-Pandemie etwa zweieinhalb Jahre lang gegolten und zählte zu den striktesten Einreisebeschränkungen weltweit.

Derzeit sind drei Tage Hotel-Quarantäne für Menschen, die aus dem Ausland einreisen, Pflicht. Dies gilt auch bei Einreisen aus Taiwan. Künftig soll für die Einreisenden nur noch die Pflicht gelten, einen PCR-Test zu machen und während ihrer ersten drei Tage in Hongkong keine Restaurants und Bars zu besuchen.

Die Hotel-Quarantäne hatte die Finanzmetropole international isoliert und ihrer Wirtschaft geschadet. Die Regelung trug etwa dazu bei, dass hochqualifizierte ausländische Arbeitskräfte aus Hongkong abwanderten.

Mit seiner Quarantäne-Regelung war Hongkong dem Vorbild von Festland-China gefolgt, das bereits bei den kleinsten Corona-Ausbrüchen strikte Maßnahmen wie Lockdowns und Massentests verfügt. China ist die einzige große Volkswirtschaft, die noch diese strikte Null-Covid-Strategie verfolgt.

Veröffentlicht: 23.09.2022 – Quelle: Agence-France-Presse