Frühling ohne Sonne: Vitamin-D-Mangel erkennen!

Die Sonne lässt diesen Frühling in weiten Teilen Deutschlands auf sich warten. Viele Menschen vermissen die warmen Frühlingstage und die Sonnenstrahlen auf der Haut. Das warme Sonnenlicht hat nicht nur auf unser seelisches Wohlbefinden eine positive Wirkung, auch unser Körper benötigt die Sonne, um Vitamin D zu produzieren.

Frau tankt Vitamin D © Getty Images/The Good Brigade

Der Begriff Vitamin D umfasst eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, auch Calciferole genannt. Die wichtigsten Formen sind die Vitamine D2 und D3.

Vitamin D: Rolle im Körper

Der Körper nimmt 80 bis 90 Prozent des Vitamins über die Sonnenstrahlen auf. Die UV-B-Strahlung entwickelt in der Haut Cholecalciferol, eine Vorstufe von Vitamin D. Nieren, Leber und weitere Organe nehmen das Cholecalciferol auf und produzieren dann das Vitamin.

Der Körper nimmt in den Sommermonaten normalerweise genug Vitamin D auf. Eine halbe bis eine Stunde in der Sonne reichen aus, um den täglichen Vitamin-D-Speicher langfristig aufzufüllen. Hände, Unterarme und Gesicht sollten hierbei allerdings nicht bedeckt sein.

Vitamin D ist wichtig für Knochen, Muskeln und das Immunsystem. Das Sonnenvitamin spielt eine besondere Rolle für den Stoffwechsel der Knochen: Es fördert die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm und unterstützt den Transport und den Einbau in den Knochen.

Vitamin D fördert zudem weitere Stoffwechselvorgänge, bildet Proteine und ist infolge auch bei der Steuerung genetischer Prozesse beteiligt.

Vitamin-D-Mangel: Das sind Symptome

Vitamin-D-Mangel macht sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar. Häufige körperliche Symptome sind:

  • Schmerzende Knochen
  • Schlechter Heilungsverlauf bei Knochenbrüchen
  • Häufige Atemwegsinfekte
  • Haarausfall
  • Brüchige Nägel

Neben physischen Anzeichen macht sich ein Mangel des Sonnenvitamins auch anhand psychischer Symptome bemerkbar:

  • Konzentrationsstörungen
  • Stimmungsschwankungen

Vitamin D und COVID-19: Schützt das Sonnenvitamin vor Corona?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung stellt klar, dass Vitamin-D-Mangel Atemwegserkrankungen wie COVID-19 begünstigen kann. Bisher konnte allerdings trotz mehrerer Studien nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass die Aufnahme von Vitamin D durch Nahrungsergänzungsmittel positive Effekte zur Vorbeugung und Behandlung eine Corona-Infektion hat.

Von der Einnahme von Vitamin D ohne ärztliche Absprache wird grundsätzlich abgeraten, da der Körper das Vitamin selbst nicht abbauen kann. Eine erhöhte Vitamin-D-Einnahme durch Nahrungsergänzungsmittel kann deshalb gesundheitliche Risiken bergen. Die bessere Alternative ist es daher, die Sonnenstrahlen des Frühlings zu nutzen und sich regelmäßig in der Sonne aufzuhalten, um die Vitamin-D-Speicher aufzufüllen.

Aktualisiert: 19.05.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin