Jetlag-Gefahr: Gesundheitliche Folgen der Zeitumstellung

Auch dieses Jahr wird am letzten März-Wochenende die Uhr wieder um eine Stunde vorgestellt. Dies bedeutet eine Stunde weniger Schlaf – bei manchen Personen kann dies bereits zu einem Mini-Jetlag führen. So wirkt sich die Zeitumstellung auf unsere Gesundheit aus.

Zeitumstellung © Getty Images/ Anna Blazhuk

"Im Sommer vor, im Winter hinter". Die Zeitumstellung wird oftmals als Mini-Jetlag bezeichnet. Diese gesundheitlichen Folgen hat die Zeitumstellung und so beugen Sie dem Jetlag vor.

1. Die Zeitumstellung stört die "innere Uhr"

Die Zeitumstellung kann unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und unsere innere Uhr beeinflussen. Bei den meisten Menschen dauert dieser Effekt ein bis zwei Wochen an und hat keine gesundheitlichen Folgen. Andere reagieren sensibler auf die Zeitumstellung, diese kann sich bis in den späten Sommer negativ auf den Organismus auswirken. Dies zeigt sich in:

  • einem veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus
  • einem beeinträchtigten Ruhe-Aktivitäts-Rhythmus
  • Antriebslosigkeit und Erschöpfung
  • geringerer Schlafdauer
  • verminderte Schlafqualität

2. Die Zeitumstellung reduziert das menschliche Leistungsvermögen

Als Folge der schlechten Schlafqualität und des veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus können gesundheitliche Folgen im psychischen und physischen Bereich auftreten. Studien zeigen, dass besonders in den ersten beiden Wochen nach der Zeitumstellung häufiger Herzinfarkte auftraten. Ein direkter Zusammenhang zur Zeitumstellung konnte bis dato nicht einheitlich festgestellt werden.

Weitere Konsequenzen spiegeln sich besonders im mentalen Bereich wider, was ebenfalls besonders auf den verminderten Schlaf-Wach-Rhythmus zurückzuführen ist. Diese umfassen:

  • Unzufriedenheit und schlechte Gemütslage.
  • Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.
  • Verhaltensänderung (höheres Risikoverhalten etc.).
  • vermehrt manische Episoden im Rahmen einer bipolaren Störung.

Die Zeitumstellung kann also Einfluss auf Körper und Geist haben. Dem Mini-Jetlag und seinen Folgen kann man vorbeugen, indem man das Schlafverhalten anpasst und den Körper langsam auf die Sommerzeit einstellt.

Zeitumstellung: Tipps gegen den Mini-Jetlag

Gegen den Mini-Jetlag können folgende Tipps und Tricks helfen:

  1. Sport und Bewegung im Freien: Beim Sport produziert der Körper einerseits Glückshormone andererseits ist der Körper nach dem Sport müde. Bewegung fördert gesunden Schlaf. Achtung: Nicht zu spät Sport treiben, um den Körper nicht abends unnötig lange zu aktivieren.
  2. Schlafzimmer abdunkeln und kühlen: Wenn es abends länger hell ist, stellt sich auch der Körper auf längere Tage ein. Ein dunkles Schlafzimmer trickst den Körper aus und signalisiert, es ist Zeit zu schlafen.
  3. Geregelter Schlafrhythmus: Besonders in der Woche vor und nach der Zeitumstellung wird ein geregelter Schlafrhythmus empfohlen. Der Körper findet so einen eigenen Rhythmus und verkraftet die Umstellung besser. Beim Einschlafen hilft Entspannung in Form von Meditation oder Yoga.

Aktualisiert: 27.03.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin