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Richtig Zähneputzen – Hilfsmittel zur Zahnreinigung

Auf die richtige Zahnbürste achten

Die Zahnbürste entfernt Beläge und Speisereste. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, sollte sie einen kurzen Kopf haben sowie dichte, abgerundete Kunststoffborsten. Besonders gut geeignet, um auch schwer zugängliche Stellen zu erreichen, sind Zahnbürsten, die ein an die Oberfläche der Zähne angepasstes Borstenfeld haben.

Nach jedem Putzen sollte die Bürste gereinigt und mit dem Kopf nach oben getrocknet werden. Spätestens nach zwei Monaten ist eine neue fällig.

Reinigung der Zahnzwischenräume

Auch die beste Zahnbürste kann nicht perfekt zwischen den Zähnen putzen. Um dort, wo zwei Zähne in engem Kontakt nebeneinander stehen (Interdentalregion), Essensreste und Bakterien zu entfernen, sollten Sie möglichst täglich weitere Hilfsmittel verwenden. Dazu gehören Zahnseide und Interdentalbürsten.

Zahnseide richtig benutzen

Mit Zahnseide gelangen Sie auch in sehr enge Zwischenräume und sogar eine wenig in die Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch. Welche Art von Zahnseide Sie benutzen – ob gewachst oder ungewachst, als Floss oder mit Teflonbeschichtung – richtet sich nach Ihren persönlichen Vorlieben; die Wirksamkeit unterscheidet sich kaum.

Das sollten Sie bei der Anwendung von Zahnseide beachten:

  1. Entnehmen Sie circa 50 Zentimeter Zahnseide aus dem Spender. Diese wickeln Sie um beide Mittelfinger.
  2. Dann wird die Zahnseide über den Daumen gespannt, sodass etwa 2 Zentimeter Zahnseide zwischen den Daumen frei bleiben.
  3. Fangen Sie am besten mit dem Oberkiefer an. Hierbei wird die gespannte Zahnseide mit leichten Sägebewegungen zwischen die Zähne eingeführt.
  4. Legen Sie die Zahnseide dann u-förmig um die eine Zahnhälfte und reinigen Sie in Auf- und Abbewegungen gründlich den Zahnzwischenraum. Anschließend wird die gegenüberliegende Zahnhälfte nach derselben Methode behandelt.
  5. Danach ist der Unterkiefer dran. Die Zahnseide wird hierbei um beide Mittelfinger gewickelt und über die Zeigefinger gespannt. Führen Sie die Zahnseide mit leichten Sägebewegungen zwischen die Zähne ein.
  6. Jetzt legen Sie die Zahnseide u-förmig um die eine Zahnhälfte und machen Sie in Auf- und Abbewegungen, um den Zahnzwischenraum gründlich zu reinigen. Anschließend behandeln Sie die gegenüberliegende Zahnhälfte nach derselben Methode.

Interdentalbürsten

Diese sind leichter zu handhaben als Zahnseide, allerdings – trotz verschiedener Größen – nur für breitere Zwischenräume geeignet. Meist empfiehlt sich eine Kombination aus beiden Maßnahmen.

Mundspülungen

Diese sind – falls nicht vom Arzt zum Beispiel nach einer Zahnoperation verordnet – nicht unbedingt nötig. Sie ersetzen nicht die oben beschriebene Zahnreinigung und haben kaum eine zusätzliche Wirkung. Viele Menschen empfinden allerdings den frischen Atem als angenehm. Medizinische Mundspülungen (zum Beispiel mit Chlorhexidin) dürfen nur über einen kurzen Zeitraum verwendet werden, da sie die natürliche Bakterienflora im Mund stören. Viele Präparate enthalten Alkohol, sind also nicht für Kinder geeignet.

Was ist sonst zu beachten?

Da die Motorik bei Kleinkindern noch in der Entwicklung ist, können diese die Zähne nicht selber sauber putzen. Daher empfehlen Kinderzahnärzte, dass die Eltern ab dem ersten Zahn einmal täglich, ab dem zweiten Lebensjahr zweimal täglich ihrem Kind mit einer weichen Zahnbürste die Zähne reinigen. Mit zunehmenden Alter kann das Kind mithelfen; allerdings sollten die Eltern bis etwa zum achten Lebensjahr nachputzen.

Viele Zahnarztpraxen bieten neben der medizinischen Zahnprophylaxe auch eine Beratung und Unterweisung in Putztechniken und richtiger Zahnpflege an. Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt.

Aktualisiert: 22.03.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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