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Haarpflege – Schutz- und Pflegemaßnahmen

Frau mit gepflegten Haare © istockphoto, AleksandarNakic

Haare benötigen Schutz vor Sonnenlicht und anderen schädlichen Einflüssen. Das sollten Sie unbedingt beachten – nicht nur im Sommerurlaub:

  • Schutz vor UV-Licht: Ob Mütze oder Hut mit breiter Krempe – Hauptsache die Haarpracht versteckt sich vor prallem Sonnenlicht. Beliebt sind auch Kopftücher, die nur aus einem Dreieck bestehen und nicht unter dem Kinn, sondern am Hinterkopf zusammengebunden werden.
  • Haare ausspülen: Ob im Meer oder im Chlorwasser, nach dem Baden sollten die Haare unbedingt mit Süßwasser ausgespült werden. Salzkristalle oder aggressive Chemikalien lassen sich so am besten entfernen. Anschließend ist zum Trocknen das sanfte Ausdrücken mit einem Frottiertuch günstiger als das Abrubbeln, bei dem sich die Haare zu sehr aneinander reiben und aufrauen. Anschließend den Hut oder das Kopftuch nicht vergessen.
  • In Form bringen: Vor dem Föhnen aufgetragene Föhnlotion umhüllt das Haar wie ein Film und bietet damit Schutz vor der heißen Luft. Zum Kämmen ist ein grobzinkiges Exemplar günstiger als ein feiner Kamm oder auch eine Bürste. Beim "Durchforsten" längerer Haare werden die Strähnen am besten von unten nach oben Stück für Stück durchgekämmt – so vermeidet man Haarknäuel, die sich nur mühsam entwirren lassen. Das Haar wird es auch danken, wenn es – selbst bei warmem Wetter – ab und zu offen getragen wird.

Das Haar schützen

Neben diesen Maßnahmen helfen auch Pflegemittel dabei, die Haare zu schützen. Im Urlaub sind vor allem sanfte, auf den Haartyp abgestimmte Shampoos angezeigt. Sie sollten milde waschaktive Substanzen (Tenside) enthalten und möglichst ohne Farbstoffe auskommen. Günstig sind Produkte, die Pflegestoffe für trockene, angegriffene Haare enthalten.

Eine weitere Möglichkeit bieten Spülungen. Auch sie umschließen das Haar wie ein Film, dadurch wird es besser kämmbar und ist ein wenig vor äußeren Einflüssen geschützt. Spülungen werden nach dem Waschen auf das feuchte Haar aufgetragen und gleich wieder ausgespült.

Sogenannte Haarkuren enthalten noch mehr Pflegestoffe. Sie glätten die Haarstruktur. In der Regel müssen sie einige Minuten einwirken und werden dann wieder ausgewaschen. Neuerdings gibt es auch Intensivkuren, die kürzer einwirken, und solche, die im Haar verbleiben.

Tipp: Bei Spliss, also angegriffenen Haarspitzen, die Kur nur auf die Spitzen auftragen und nicht wieder auswaschen. So können die Wirkstoffe gezielt einwirken.

Welche Mittel sind die richtigen für meine Haare?

  • Ein Shampoo mit einer Mischung aus Aprikosenkern- und Sanddornfrucht-Fleischöl versorgt trockenes Haar mit Fett und Feuchtigkeit, ohne es strähnig wirken zu lassen.
  • Bei empfindlichem, durch Chlorwasser angegriffenem Haar kann ein Shampoo mit Weizenproteinen helfen. Das Weizeneiweiß legt sich um das Haar und erhöht damit die Widerstandskraft und Kämmbarkeit.
  • Hat das Haar schon etwas gelitten, sind Kamille und Panamarinde richtig. Diese "Seifenrinde" ist ein besonders milder Waschstoff, der aus der Rinde des immergrünen Baumes gewonnen wird.
  • Benötigt das Haar zusätzliche Pflege, kann eine Haarkur mit Rosmarin und Klettenwurzelöl sinnvoll sein. Sie regeneriert schuppige Kopfhaut, verbessert die Struktur spröder Haare, versorgt trockenes Haar und lässt es wieder glänzen.

Das Intensivprogramm

Nicht zuletzt gibt es auch spezielle After-Sun-Kurpackungen mit Repaireffekt. Sie enthalten meistens ähnliche Wirk- und Pflegestoffe wie Spülungen, glätten und umhüllen also geschädigte Haare und lassen sie wieder glänzen. Von Grund auf reparieren lässt sich eine angegriffene Haarstruktur jedoch nicht. Sie wird aber verbessert.

Gefärbte Haare benötigen im Sommer besondere Aufmerksamkeit. Das Färben bedeutet einen Eingriff in die Haarstruktur. Strapazen wie Salz- oder Chlorwasser und Sonnenlicht machen den Haaren zusätzlich zu schaffen. Spezielle Color-Spülungen und -Kuren sollen die Haare nicht nur schützen und sie besser kämmbar machen, sondern auch das Ausbleichen verhindern. Muss die Farbe wieder aufgefrischt werden, sollte damit bis nach dem Urlaub gewartet werden.

Hausmittel für gesunde Haare

Übrigens sind auch Hausmittel wirksam, wenn das Haar sehr viel mitgemacht hat: Bier, Eigelb oder eine Ölpackung macht die Haaroberfläche glatt und glänzend. Bier und Eigelb werden ins feuchte Haar einmassiert und gleich wieder ausgespült.

Für eine Packung wird zum Beispiel Olivenöl vorsichtig ins Haar gerieben und verbleibt dort über Nacht. Eine Duschhaube oder ein altes Handtuch schützt die Bettwäsche. Anschließend mit einem milden Shampoo auswaschen.

Daneben sorgen Präparate zum Einnehmen für die notwendige Stärkung und Gesunderhaltung des Haares von innen – lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten.

7 Tipps zur richtigen Haarpflege

  • Verwenden Sie milde Shampoos.
  • Rubbeln Sie Ihre Haare nach dem Waschen nicht mit dem Handtuch trocken.
  • Verwenden Sie schonende, auf den individuellen Haartyp abgestimmte Pflegeprodukte.
  • Lange Waschintervalle schonen Ihr Haar.
  • Spülen Sie die Haare nach jeder Haarwäsche (und nach jedem Bad in Chlor- oder Salzwasser) mit reichlich, möglichst kühlem Wasser nach.
  • Fönen Sie Ihr Haar nicht zu heiß. Am schonendsten ist es, das Haar an der Luft zu trocknen.
  • Verwenden Sie einen Kamm mit weit auseinanderstehenden Zinken und glatten, abgerundeten Kanten.

Aktualisiert: 26.06.2018 – Autor: Dagmar Reiche

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