Atemtherapie: Methoden und Varianten

Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Methoden und Varianten vor, die in der Atemtherapie zum Einsatz kommen können.

Methoden der Atemtherapie

Eutonie nach Gerda Alexander: Diese Methode arbeitet mit dem unbewusst verlaufenden Atem des Klienten. Dabei sollen sich Bewegungs- und Verhaltensmuster zum Positiven ändern, wenn sich durch die Therapie Selbstwahrnehmung und Körpersensibilität verbessern.

Atem-, Stimm- und Sprecherziehung nach Schlaffhorst und Andersen: Hier ist der Atem Bindeglied zwischen der vegetativen und der somatischen Ebene des Menschen. Ziel der Therapie ist die Verbesserung von Atmung, Stimme und Bewegung.

Atem- und Leibtherapie nach Graf Dürckheim: Der Patient soll sich seinen Verhaltensmustern und Ängsten zu stellen und so einen Neustart ermöglichen. Der Leib als "beseelter Körper", der mit der Psyche eine Einheit bildet, soll so erfahrbar werden.

Atemarbeit nach Cornelis Veening: Diese Atemtherapie basiert auf der Psychologie C.G. Jungs. Über eine körperlich-seelische Entwicklung soll ein Weg von "innen nach außen" angeboten werden, damit "der Mensch das werde, was er sein soll".

Holotropes Atmen nach Stanislav Grof: Der willentlich eingesetzte Atem, also das vertiefte Atmen bis hin zur Hyperventilation, soll eine Verbindung zum "inneren Heiler", zum "höheren Selbst" schaffen.

Erfahrbarer Atem nach Ilse Middendorf: Es wird mit dem so genannten "zugelassenen Atem" gearbeitet und mit der Erfahrung, dass zwischen "Atem, Sammlung und Empfindung" eine gegenseitige Wechselwirkung besteht, die bei gleichzeitiger Balance zwischen "Hingabe und Achtsamkeit" eine bewusste Entwicklung aller Ebenen ermöglicht.

Integratives Atmen: Der Atem wird als Weg zur Verbindung von Körper, Seele und Geist genutzt. Elemente verschiedener Atemschulen werden der individuellen Problemlage des Patienten angepasst. Auch andere psychotherapeutische Methoden werden mit der Atemerfahrung verbunden.

Qigong: Das Qigong (qi = Atem, gong = Fertigkeiten erwerben) kommt aus der traditionellen chinesischen Medizin. Ziel ist die Harmonisierung von Atem, Geist und Körper.

Pranayama: Pranayama gehört als Bestandteil des Yoga zu den ältesten Atemtherapien.

Aktualisiert: 19.10.2017 - Autor: bo, Susanne Köhler / Überarbeitung: Nathalie Blanck

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