Lifeline Logo

Ayurveda – eine der ältesten Heilmethoden der Welt

Ayurveda-Therapie mit Öl © pixabay, silviarita

Im indischen Ayurveda spielen Ölanwendungen und eine spezielle Ernährung eine wesentliche Rolle. Die Kombination wirkt sehr entspannend und stärkt darüber hinaus die Widerstandskräfte des Körpers. Kein Wunder, dass sich Ayurveda in der heutigen Zeit zunehmender Beliebtheit erfreut. Der Begriff Ayurveda stammt aus dem Altindischen und setzt sich aus zwei Worten zusammen: Ayus bedeutet Leben (Sanskrit: Ayur = langes Leben) und Veda heißt Wissen. Ayurveda ist also die Wissenschaft vom Leben. Ayurveda stammt aus dem Himalayagebiet und gilt als eine der ältesten Heilmethoden der Welt. Bereits vor 5 000 Jahren entstanden in Indien die ersten Schriften zum Ayurveda.

Ayurveda – eine Lebensphilosophie

Ähnlich wie in der Traditionellen Chinesischen Medizin werden in der alten indischen Heilslehre nicht nur Rezepte gegen bestimmte Krankheiten verordnet, sondern Ayurveda ist eine Lebensphilosophie. Alle lebenden Wesen werden nach Auffassung des Ayurveda durch Lebensmittel mit "Nährsaft" versorgt, welcher schließlich in körpereigenes Gewebe verwandelt wird. Damit dieser wichtige Prozess ablaufen kann, sind drei Lebensenergien, so genannte Doshas nötig:

  • aus Luft und Raum entsteht Vata (Wind),
  • aus Feuer und Wasser Pitta (Sonne),
  • aus Wasser und Erde Kapha (Mond).

Die Vata-Energie kontrolliert die Nahrungsaufnahme, deren Transport und die Ausscheidung. Aber auch Kreislauf, Sprache, Muskelbeweglichkeit und die Atmung sind der Vatabereich. Pitta-Energien steuern den Stoffwechsel. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Nahrung in Nährsaft umgewandelt und in den verschiedenen Geweben verarbeitet wird. Daher ist Pitta auch für die Regulierung der Köpertemperatur, für das Sehen, die Hautfarbe, die Ausstrahlung und die intellektuellen Fähigkeiten zuständig.

Kapha ist für den Einbau der Stoffe in den Körper verantwortlich. Ihm obliegen die Festigkeit und der Gewebeaufbau. Mit Kapha werden alle Vorgänge bezeichnet, die zu Dichte, Stabilität und Widerstandsfähigkeit führen.

Der Ayurveda hat ganz eigene Auffassungen über Bau und Funktion des menschlichen Körpers. Vereinfacht kann man sagen, dass nach ayurvedischer Lehre der menschliche Körper aus strukturellen Elementen (dazu gehören Haut, Knochen, Gewebearten und feine Kanalsysteme) und energetischen Komponenten (d.h. aus Energien, die im Körper wirken) besteht.

Leben im Gleichgewicht

Nach der ayurvedischen Lehre ist der Mensch nur dann gesund, wenn sich die drei Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha im Gleichgewicht befinden. Krankheiten können entstehen, wenn der Fluss dieser Energien gestört ist. Der ayurvedisch geschulte Arzt kann diese unter anderem anhand der Pulsdiagnose erkennen. Vorbeugende Maßnahmen spielen im Ayurveda eine entscheidende Rolle.

Die richtige Lebensführung ist dabei die wichtigste Maßnahme für ein Leben in Gesundheit. Empfohlen wird eine Harmonie in allen Lebensbereichen: Die richtige Mischung aus Ruhe und Aktivität, Spannung und Entspannung, Muße und Arbeit, Schlafen und Wachen.

Nach ayurvedischen Regeln sollten Sie den Sonnenaufgang "mit hellen Sinnen" begrüßen: Vor sechs Uhr morgens aufstehen und "mit den Hühnern" zu Bett zu gehen, spätestens um zehn Uhr abends. Ernährung, Schlaf und Sexualität sind nach ayurvedischer Lehre die drei Säulen des Lebens. Ayurvedische Heilmethoden beinhalten unter anderem Massagen, Dampfbäder oder Ölgüsse. Aber auch Nahrungsmittel und ihre Zubereitung nehmen eine wichtige Rolle bei den Therapien ein.

Aktualisiert: 18.01.2018 – Autor: Meine Gesundheit

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?