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Kneipp-Therapie und Co.

Die Kneipp-Therapie ist eine beliebte Methode zur Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden durch heiße und kalte Güsse. Aber auch Bäder und Auflagen wie Wärmflaschen können helfen, die Gesundheit positiv zu beeinflussen. Diese und weitere heiß-kalte Therapien stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

4. Kneipp-Therapie: vielseitig anwendbar

Die Kneipp-Therapie besteht aus kalten oder heißen Güssen über bestimmte Körperteile. Je nach Körperregion und Wassertemperatur kann ein Guss völlig unterschiedliche Auswirkungen haben.

Die Kneipp-Therapie sollte möglichst in einem warmen Raum stattfinden. Die Wassergüsse kommen aus einem Schlauch oder einer Gießkanne und werden gezielt auf ein Körperteil gerichtet. Ein kalter Guss über die Arme wirkt dabei anregend, kühles Wasser über Knie und Schenkel bekämpft Krampfadern und hilft gegen Schlafstörungen. Heiße Güsse im Nacken lockern hingegen Verspannungen.

Generell sollte nach Kneipp-Anwendungen etwa eine Stunde Ruhezeit eingehalten werden, in der sich der ausgekühlte Körper langsam wieder erwärmt.

5. Bäder zur Entspannung und bei Schlafproblemen

Kaum jemand würde ein entspannendes Vollbad am Abend als Therapie bezeichnen. Genau das ist es aber im Grunde, denn mit einem warmen Bad nehmen wir uns gezielt eine Auszeit und geben Körper und Seele eine Entspannungspause. Mit den richtigen Zusätzen kann der Körper aber nicht nur beruhigt oder belebt, sondern auch eine Erkältung oder Bronchitis bekämpft werden.

Beruhigend kann auch ein Bad in kaltem Wasser wirken. Während man ein warmes Vollbad jedoch bis zu 20 Minuten genießen darf, sollte man im kalten Wasser nicht länger als eine Minute verbringen. Außerdem reicht hier ein Halbbad, bei dem das Wasser lediglich bis zum Bauchnabel reicht. Naturheilkundler schwören auf die entspannende Wirkung eines kalten Bades bei Schlafstörungen.

6. Auflagen: Wärmflasche & Co.

Die wohl bekannteste Art der Auflage ist die klassische Wärmflasche. Jedoch auch erwärmte Kirschkernkissen, Moor- oder Fangopackungen lösen an den betreffenden Stellen Verspannungen oder Krämpfe.

Gegen eine verstopfte Nase hilft eine Kompresse aus gekochten Kartoffeln. Ein mit Zwiebeln gefülltes Baumwollsäckchen auf dem Ohr lindert Ohrenschmerzen. Prellungen und Entzündungen werden mit kalten Kompressen bekämpft. Dazu dient einfach ein mit zerstoßenen Eiswürfeln gefüllter Beutel.

7. Extrem-Therapien nur auf ärztlichen Rat

Für die meisten Menschen ist die Hitze einer Sauna und die Kälte eines kalten Gusses das Maximum an Strapazen, die sie für ihre Gesundheit auf sich nehmen. Kaum vorstellbar, dass sich jemand freiwillig in fast brühend heißes Wasser setzt oder bei extremen Minusgraden im Bikini schlottert. Genau das tun aber manche Menschen ihrer Gesundheit zuliebe.

Patienten mit Rheuma, Arthritis, Neurodermitis oder Schuppenflechte kann mit einer Kältetherapie oft geholfen werden. Dazu begehen sie in der Regel mehrere Kammern, die der Reihe nach kälter werden. Im letzten Raum, in dem man sich nicht länger als drei Minuten aufhalten sollte, können Temperaturen von bis zu minus 110 Grad Celsius herrschen.

Im Überwärmungsbad hingegen schwitzen Menschen, die ihr Immunsystem ankurbeln und den Stoffwechsel beschleunigen wollen. Hier kann es bis zu 43 Grad Celsius warm werden, so dass der Körper künstlich in Fieber versetzt wird.

Solch extreme Therapien sollten jedoch nur unter ärztlicher Anweisung und Aufsicht durchgeführt werden, da hier schnell der Kreislauf überlastet werden kann.

Aktualisiert: 23.04.2019 – Autor: Kristina Klement

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