Geschichte der Zahnpasta

Der tägliche Griff zur Zahnpastatube ist für uns alle selbstverständlich. Doch die Paste in der Tube gibt es erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Ihre Zusammensetzung entwickelte sich von Zimt und Honig über Wein bis zu den heutigen gesetzlich geschützten Rezepturen.

Die ersten Pulver und Pasten

Schon auf babylonischen Tontafeln wird von verschiedenen Pulvern und Pasten berichtet, die mit den Fingern auf die Zähne aufgetragen wurden. Die Damen der römischen Gesellschaft bestreuten Leinentücher mit Bimsstein und Marmorstaub, um ihre Zähne zu reinigen. Pasten aus Salz, Sesamöl, Ingwer, Zimt, Muskatnuss und Honig sollten in der altindischen Medizin die Zähne gesund halten. In Frankreich empfahl der Kanzler der medizinischen Fakultät von Montpellier Wein als Zahnreinigungsmittel.

Die Entdeckung der Plaque

Lange Zeit glaubte man an einen Zahnwurm, der die Zähne von innen her zerfrisst. Doch 1890 konnte eine andere Ursache für Zahnerkrankungen wissenschaftlich nachgewiesen werden: Plaque. Sie verursacht die gefürchtete Karies. Mit diesem Wissen wurde die Bedeutung der Pulver und Pasten für die Zahnpflege immer größer.

Von der Zahnpulverdose zur Stanniol-Tube

Zu dieser Zeit wurden die Zahnbalsame noch in Töpfen aufbewahrt, entweder aus Porzellan oder aus Silber. Die späteren Steingut-Gefäße hatten reich verzierte Deckel, oft mit lithografischen Darstellungen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Vorbild der heutigen Zahnpastatube geboren: Die Stanniol-Tube aus Zinn.

Die Zahnpasta heute

Aus der Stanniol-Tube entwickelte sich in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts die heute weit verbreitete Kunststofftube. Seit diesem Zeitraum enthalten Zahncremes Fluoride, und heute gibt es kaum noch Pasten ohne diesen wichtigen Wirkstoff zur Kariesprophylaxe. Nachdem Zahnpasten zuerst ausschließlich anorganische Fluoride enthielten, war elmex 1965 die erste Zahnpasta mit dem organischen Aminfluorid. Inzwischen sind mehr als 100 Marken mit zum Teil recht unterschiedlichen Werbeversprechen im Handel. Nur wenige Hersteller führen jedoch wie die elmex Forschung regelmäßig wissenschaftliche Studien zur Verbesserung und Weiterentwicklung ihrer Rezepturen durch.

Aktualisiert: 18.04.2012

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