Geschichte des Zuckers

Zucker-Würfel © istockphoto, YelenaYemchuk

Die Vorliebe für Süßes ist den Menschen in die Wiege gelegt: Schon Muttermilch schmeckt süßlich. Und die Zunge hat einen eigenen Bereich, der das Süße schmeckt.

Früher...

Während heute industriell hergestellter Zucker jederzeit zu bekommen ist, war Süßes früher eine teure Rarität. Honig galt in der Antike als die liebliche Speise der Götter, die vor Krankheiten schützen und das Leben verlängern sollte. In Persien entstanden erste Zuckerrohrplantagen.

Durch die Kreuzzüge gelangte der Zucker nach Europa. Hier wurde er aber erst erschwinglich, nachdem der Berliner Chemiker Sigismund Marggraf 1747 entdeckt hatte, dass sich aus dem Saft der Runkelrübe Zucker herstellen lässt.

Heute wird weltweit etwa ein Viertel des Zuckers aus Zuckerrüben gewonnen, rund drei Viertel aus Zuckerrohr. Der meiste Zucker kommt als Streuzucker auf den Markt. Er macht rund 75 Prozent der Produktion aus.

Und heute?

Heute verzehrt jeder Bundesbürger durchschnittlich rund 36 Kilogramm Zucker pro Jahr. Das sind täglich rund 100 Gramm oder rund 33 Zuckerwürfel – deutlich mehr, als Ernährungsexperten empfehlen.

Schätzungen zufolge werden 80 Prozent des Zuckers in versteckter Form konsumiert, zum Beispiel mit Fertiggerichten, Ketchup, Schokolade, Süßigkeiten und Eis. Auch Limonaden und colahaltige Getränke enthalten meist viel Zucker. Schon ein kleines Glas Limonade (200ml) enthält rund 24 Gramm Zucker. Das entspricht etwa acht Zuckerwürfeln.

Aktualisiert: 25.09.2018 – Autor: TK

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