Was ist der HbA1c-Wert?

Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c ist eine sehr wichtige Größe zur Beurteilung der Blutzuckereinstellung. Damit kann der Arzt beurteilen, wie gut die Stoffwechseleinstellung ist und die Therapie optimal gestalten. Gemäß den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft sollte er bei einem gut eingestellten Diabetiker unter sieben Prozent liegen.

Langzeitwert

Der HbA1c-Wert gibt den Anteil des "gezuckerten" roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) am Gesamthämoglobin wieder. Der HbA1c-Wert zeigt, wie der durchschnittliche Blutzuckerspiegel der letzten drei Monate war, unabhängig davon, ob die Zuckerwerte in der Zwischenzeit stark angestiegen oder gesunken sind. Eine kurzfristige Ernährungsumstellung, zum Beispiel der Verzicht auf Süßes zwei bis drei Tage vor dem nächsten Arztbesuch, hat daher keinen Einfluss auf den Langzeitblutzucker.

Wie hoch darf der HbA1c-Wert maximal sein?

Bei Menschen ohne Diabetes bewegt sich der HbA1c-Wert zwischen 4,5 und 6,5 %. Bei Diabetikern ist ein möglichst normnaher HbA1c-Wert anzustreben. Spätestens dann, wenn der HbA 1c-Wert über 7 % steigt, muss gehandelt werden. Auch wenn noch keine Beschwerden spürbar sind.

Komplikation: Spätfolgen

80% aller Diabetiker sterben nicht an ihrem Diabetes, sondern an den daraus resultierenden Folgeerkrankungen. Ein hoher HbA1c-Wert lässt das Risiko für spätere Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder Schäden an den Nieren oder Augen deutlich ansteigen.

Aktualisiert: 23.05.2012

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?