Was ist ein PSA Wert?

PSA-Wert – das prostataspezifische Antigen © istockphoto, javi_indy

PSA ist die Abkürzung für das prostataspezifische Antigen. PSA ist ein Eiweiß und wird vor allem von den Epithelzellen der Prostatadrüsen gebildet und in die Samenflüssigkeit abgegeben. Im Blut kommt PSA bei gesunden Männern nur in sehr geringen Mengen vor. Der PSA Test ist ratsam ab dem Alter von 50 Jahren - außer es liegt bereits eine familiäre Belastung mit Prostatakrebs vor. Bei familiären Vorbelastungen werden Untersuchungen bereits mit dem Alter von 45 Jahren vorgenommen, um den PSA Wert zu bestimmen.

PSA Test, um PSA Wert zu bestimmen

Vor der Untersuchung sollte man weder Fahrrad fahren noch reiten und sich 24 Stunden sexuell enthalten. Im Anschluss an den PSA Test tastet der Hausarzt die Prostata via Anus vom Enddarm her ab. Der Gesamt-PSA-Wert (tPSA) sollte unter 2,5 ng/ml Serum liegen. Der PSA Wert erhöht sich normalerweise mit zunehmendem Alter, sollte aber eine Grenze von 4,0 ng/ml nicht überschreiten. Erhöhte PSA Werte kommen vor bei:

  • Prostataentzündungen
  • Prostatakarzinom
  • nach einer Biopsie der Prostata
  • nach einer Massage der Prostata
  • nach einer teilweisen Prostataentfernung

Erhöhte PSA Werte bei Prostatakrebs

Wird ein erhöhter PSA Wert festgestellt, so sollte mit Hilfe weiterer diagnostischer Maßnahmen herausgefunden werden, welche Erkrankung zugrunde liegen könnte, denn nur ein Viertel aller Männer mit einem PSA Wert von 4 bis 10 hat wirklich einen Prostatakrebs. Der PSA Wert wird als Test bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung immer wichtiger. Leider wird der PSA Test als Routinecheck zur Krebsvorsorge bisher nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Aktualisiert: 14.04.2011

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