Ist Zigaretten an Kerzen anzünden wirklich ungesund?

Viele Raucher warnen einander davor, ihre Zigaretten an Kerzen anzuzünden, da das angeblich extrem ungesund sei. Doch ist das wirklich die Wahrheit oder nur ein Mythos?

Die Behauptung

Es existieren allerhand wüste Theorien, die die Gefahren einer Kerzenflamme erklären sollen. Viele glauben, dass die Wachspartikel gesundheitsschädlich sind, andere sehen die Inhaltsstoffe im Docht oder im Kerzenrauch als die Übeltäter.

Außerdem gibt es noch die Sage, nach der immer ein Seemann stirbt, wenn man seine Zigarette an einer Kerze anzündet. Auch hier ist nicht sicher, woher diese Theorie stammt. Die bekannteste Erklärung ist, dass die Seemänner ihr Geld durch den Verkauf von Streichhölzern verdienten. Wenn aber die Zigaretten mit einer Kerze angezündet wurden, war dies ein Verdienstausfall für den Seemann, der im schlimmsten Fall Hunger leiden musste und schließlich starb.

Die Wahrheit

Viele Studien haben gezeigt, dass Kerzen und ihre Verbrennungsprodukte nicht annähernd die Schadstoffkonzentration einer einzigen Zigarette haben. Dennoch sollte man generell beim Kauf von Kerzen darauf achten, dass diese mit einem Gütesiegel versehen sind und nicht mit Acryllacken überzogen sind.

Auch bei billigen Figurenkerzen, bei denen die Außenschicht nicht mit abbrennt, sollte man aufpassen, da sie möglicherweise Flammschutzmittel enthalten, deren Dämpfe schlecht für die Gesundheit sind.

Fazit

Bei Rauchern ist es eigentlich egal, wie sie sich ihre Zigaretten anzünden. Denn: Rauchen ist durch Nikotin, Teer, Kondensat und andere giftige Stoffe, die inhaliert werden schon so ungesund, dass eine Kerze es auch nicht mehr viel ungesünder macht.

Aktualisiert: 11.11.2016

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