Verstopft Puder wirklich die Poren?

Puder hat immer noch gegen die Sagen und Mythen alter Zeiten zu kämpfen. So hört man auch heute noch: "Puder verstopft die Poren" oder auch "Die Haut kann nicht atmen".

Damals…

Vor etwa 30 Jahren traf dies sicherlich noch zu. Damals bestanden die Make-up-Produkte nämlich noch aus ganz anderen Inhaltsstoffen:
die Frauen benutzten Puder, die auf Reisstärkebasis basierten. Die Stärke konnte auf der Haut aufquellen und verstopfte so die Poren.
Auch ungeeignete Pigmente und gewisse Fette wie Kakaobutter waren für verstopfte Poren verantwortlich.

… und heute

Die heutigen, modernen Puder verstopfen die Poren nicht mehr. Höchstens eine dicke Theaterschminke oder Weißpuder im Stil einer japanischen Geisha kann die Haut am Atmen hindern.

Heutzutage besteht Puder aus hautfreundlichem Talkum oder natürlichen Silikaten. Diese Grundstoffe werden ergänzt durch Feuchtigkeitsstabilisatoren, Öle und manchmal auch gemahlene Seide sowie antiseptische und entzündungshemmende Stoffe. Da diese Bestandteile nicht quellen, können sie auch keine Poren verstopfen.

Übrigens: Make-ups und Puder enthalten Fette - warum? Sie sind nötig, damit die feingemahlenen Pigmente auf der Haut haften bleiben.

Aktualisiert: 06.03.2018

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