Magenfreundliche Weihnachten

In der Advents- und Weihnachtszeit – insbesondere an den Feiertagen – muten wir unserem Magen einiges zu. Bei den Mengen an Plätzchen, Glühwein, Stollen, Dominosteinen und Gänsebraten, die wir jedes Jahr im Dezember verdrücken, ist es kein Wunder, dass sich unser Magen irgendwann zur Wehr setzt: Völlegefühl, Blähungen und Sodbrennen gehören zu den typischen Folgen eines ausgiebigen Festschmauses. Wir verraten, wie Sie ohne Magenprobleme durch die Weihnachtszeit kommen und was hilft, wenn Sie es doch einmal übertrieben haben.

Kein Weihnachten ohne Festmahl

Ein üppiges Festmahl gehört für viele zu Weihnachten genauso dazu wie die Geschenke unter dem Tannenbaum. Da gibt es beispielsweise Gänsebraten mit Kartoffelklößen und Rotkraut und zum Nachtisch noch eine große Portion Tiramisu. Nach dem eigentlichen Essen folgen dann noch Plätzchen, Dominosteine und allerlei andere süße Leckereien. Und das alles gibt es in rauen Mengen.

Kurz: Das Essen an Weihnachten ist meist zu fettig, zu süß und vor allem zu viel. Kein Wunder, dass der Magen rebelliert. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie jedoch auch ohne Magenprobleme durch die Feiertage kommen – es ist ganz einfach:

Erlaubt:

  • Leichte Suppen und Salate als Vorspeise
  • Fettarmes Fleisch oder Fisch verwenden
  • Bewusst essen – so können Sie auch kleinere Portionen genießen

Nur in Maßen erlaubt:

  • Fettige Speisen wie Gänsebraten
  • Sehr süße Speisen wie Plätzchen oder Stollen

Verlockungen auf dem Weihnachtsmarkt

Nicht nur an Weihnachten selbst, sondern auch in den Wochen zuvor muss unser Magen einiges mitmachen. Denn auf dem Weihnachtsmarkt kommt man schnell in Versuchung: Hier warten an jeder Ecke leckere Köstlichkeiten auf uns – doch leider sind diese meistens alles andere als gut verträglich.

Probieren ist natürlich erlaubt, doch wenn Sie Ihren Magen mit Bratwurst, Pommes, gebrannten Mandeln und Crêpes gleichzeitig belasten, kann diesem das Essen schon einmal sauer aufstoßen. Übertreiben Sie es also Ihrem Magen zuliebe nicht! Oder greifen Sie zumindest zwischen durch auf etwas magenfreundlichere Alternativen wie heiße Maronen, Bratäpfel oder gebratene Champignons (ohne Sahnesauce) zurück.

Einen Ausgleich schaffen

Generell spricht in der Advents- und Weihnachtszeit nichts dagegen, sich einmal einen größeren Festschmaus zu gönnen. Doch häufig bleibt es nicht bei einem Festessen, sondern es erfolgt ein wahrer Essens-Marathon, der den Magen an seine Grenzen bringt. Damit Ihr Magen nicht schlapp macht, sollten Sie ihm ab und zu eine Pause gönnen.

Wenn Sie es etwa beim Mittagessen übertrieben haben, lassen Sie das Abendessen etwas kleiner ausfallen oder verzichten Sie ganz darauf. Alternativ können Sie auch am nächsten Tag bewusst nur auf Speisen zurückgreifen, die den Magen nicht zu sehr belasten: Machen Sie sich eine Suppe, einen Salat oder essen Sie ein leichtes Fischgericht mit Reis.

Wichtig ist auch, dass Sie genügend trinken – am besten zwischen zwei und drei Litern pro Tag. Greifen Sie dabei auf Mineralwasser oder ungesüßte Kräutertees zurück. Daneben hilft auch Bewegung, den Magen in der Weihnachtszeit zu entspannen: Machen Sie doch einfach nach dem Weihnachtsmarkt noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt oder gehen Sie am Wochenende etwas länger vor die Tür.

Wenn der Magen grummelt

Trotz aller guten Vorsätze kann es an den Weihnachtsfeiertagen schnell passieren, dass der Magen doch einmal Probleme macht. Und Sodbrennen, Völlegefühl & Co. können uns die Freude an Weihnachten schnell verderben. Keine Sorge: Mit ein paar einfachen Hausmitteln lassen sich die Beschwerden meist schnell wieder in den Griff bekommen. Lesen Sie hier, was gegen Sodbrennen, Blähungen, Völlegefühl und Magenschmerzen hilft.

Tipps gegen Sodbrennen

  • Vermeiden Sie scharf gewürzte sowie sehr fettige Gerichte. Auch alkoholische Getränke sollten Sie nur in Maßen genießen.
  • Nehmen Sie lieber mehrere kleine anstatt drei große Mahlzeiten zu sich. Ist der Magen prall gefüllt, wird dadurch der Druck erhöht und die Entstehung von Sodbrennen begünstigt.
  • Essen Sie drei Stunden bevor Sie ins Bett gehen nichts mehr. Dann ist der Magen beim Schlafengehen weitestgehend leer und während der Nacht tritt kein Sodbrennen auf.

Tipps gegen Blähungen

  • Blähungen werden besonders durch Lebensmittel wie Kohl oder Zwiebeln hervorgerufen – verzichten Sie im Zweifelsfall auf diese Lebensmittel.
  • Tees in den Sorten Fenchel, Anis oder Kümmel können Blähungen vorbeugen.
  • Meiden Sie kohlensäurehaltige Getränke – so gelangt weniger Luft in den Darm. Achten Sie außerdem darauf, in Ruhe zu essen und die Nahrung gründlich zu kauen.

Tipps gegen Völlegefühl

  • Völlegefühl können Sie vorbeugen, indem Sie etwas Kümmel ins Essen mischen. Das Gewürz sorgt dafür, dass das Essen besser bekömmlich wird.
  • Eine Tasse Espresso kann nach einem reichhaltigen Essen die Verdauung ankurbeln. Vom allseits beliebten Verdauungsschnaps sollten Sie dagegen besser die Finger lassen: Denn Alkohol hemmt die Fettverbrennung – somit liegt Ihnen das Essen noch länger schwer im Magen.
  • Artischocken (gibt es auch als Saft oder Kapseln) sind reich an Bitterstoffen, die Leber und Galle anregen und somit helfen, dass der Körper schneller von Giftstoffen befreit wird.

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Tipps gegen Magenschmerzen

  • Legen Sie sich mit einer warmen Wärmflasche oder einem warmen Kirschkernkissen aufs Sofa und ruhen Sie sich aus.
  • Ein warmer Pfefferminz- oder Kamillentee hilft, den aufgewühlten Magen wieder zu beruhigen.
  • Verzichten Sie auf üppige, fette Speisen, sondern greifen Sie zu Suppen, Salaten oder Gemüse – das schont den Magen.

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