Ernährung bei Arthrose

Arthrose betrifft nicht nur alte Menschen – obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass die Knorpel der Gelenke in Mitleidenschaft gezogen werden, mit fortschreitendem Alter steigt. Neben einer erblich bedingten Veranlagung sind es jedoch auch Faktoren wie eine ungesunde Lebensführung und schlechte Ernährung, die Arthrose zu einer Volkskrankheit gemacht haben. Nach wie vor kann man Arthrose nicht heilen – auch eine komplette Umstellung der Ernährung kann das zerstörte Knorpelgewebe nicht wieder herstellen – doch die Ernährung bei Arthrose spielt eine wichtige Rolle.

Arthrose: Übergewicht ist Risikofaktor

Wer Übergewicht hat, läuft Gefahr, an Arthrose zu erkranken. Denn Übergewicht ist eine Belastung für die Gelenke und der Gelenkverschleiß wird damit noch schneller vorangetrieben. Selbst die Arthrose-Symptomatik der nicht-tragenden Gelenke lässt bei Gewichtsreduktion nach.

Zudem vermuten Experten einen Zusammenhang zwischen Fettreduzierung und dem Rückgang von entzündungsvermittelnden Stoffen, die im Körper freigesetzt werden. Solche entzündungsvermittelnde Stoffe sind Leptin, Resistin und Adiponektin; sie werden in den Fettzellen gebildet. Weniger Körperfett lässt somit auch weniger zur Arthrose führende Entzündungen in den Gelenken entstehen.

Gesundes Abnehmen durch ausgewogene Ernährung und angemessenen Sport (bei Arthrose ohnehin wichtig, damit die Gelenke nicht völlig versteifen) ist ein erster Schritt zur Behandlung von Arthrose.

Durch gesunde Ernährung Arthrose lindern

Zwar gibt es keine Diät, die die Beschwerden einer Arthrose vollständig beseitigen kann. Doch die Ernährung wirkt sich durchaus positiv auf den Verlauf von Arthrose aus und kann sogar eine Weiterentwicklung verhindern. Lebensmittel wie Obst, Salate, Gemüse, Kartoffeln, Naturreis, Dinkel, Magermilchprodukte und Kaltwasserfische wie Tintenfisch, Forelle, Kabeljau, Heilbutt oder auch Austern, werden bei Arthrose besonders empfohlen. Hirse soll zur Regeneration der Knorpelmasse beitragen. Zudem sollten Sie nur kaltgepresste Öle wie Olivenöl, Walnussöl, Sesamöl, Distelöl oder Rapsöl verwenden.

Zur Entsäuerung eignen sich basischer Kräutertee oder Teemischungen aus Fenchel, Süßholz, Kümmel, Anis oder Maisbart. Alternativ verkaufen Apotheken fertiges Pulver verschiedener Hersteller. Eine entzündungshemmende Wirkung hat grüner Tee, der damit Arthrose-Schmerzen lindern kann. Diese Wirkung wird noch durch eine Beigabe von Zitrone verstärkt. Da auch freie Radikale im Verdacht stehen, an den Entzündungsprozessen einer Arthrose beteiligt zu sein, empfiehlt sich ein Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C haltiger Speiseplan. Auch Selen und Kupfer dürfen nicht fehlen.

Gewürze und Kräuter gegen Arthrose

Gegen jedes Leid ist ein Kraut gewachsen! Wer an Arthrose leidet, dem machen vor allem die Schmerzen in den Gelenken zu schaffen, die von den Entzündungen ausgelöst werden. Die Natur hält jedoch viele Gewächse bereit, die entzündungshemmend wirken. Ihren Salat können Sie mit variierenden Kräutermischungen aus Kurkuma, Petersilie, Fenchel, Dill, Anis, Kreuzkümmel, Minze, Kerbel, Oregano, Rosmarin, Thymian, Koriander, Majoran und Ingwer verfeinern. Auch Chili und Zimt gehören in das Gewürzregal eines Arthrose-Patienten.

Trinken Sie gerne Kakao? Dann fügen Sie Milch (besser noch: Wasser) und Kakao-Pulver doch einmal Honig, Kurkuma, Chilipulver, schwarzen Pfeffer und Zimt hinzu. Ähnlich lässt sich aus dem morgendlichen Frühstücksjoghurt ein abwechslungsreicher Kräuterjoghurt zaubern. Auch die Omega-3-Fett-haltigen Fischgerichte, bestehend aus Makrele oder Sardinen, die bei Arthrose zweimal wöchentlich verzehrt werden sollten, lassen sich wunderbar mit oben genannten Kräutern und Gewürzen verfeinern.

Arthrose: Bestimmte Nahrungsmittel meiden

Wer eine langfristige Besserung seiner Arthrose-Beschwerden erreichen will, sollte seine Ernährung dauerhaft umstellen. Nur wer die eben beschriebenen Arthrose-Ernährungs-Tipps konsequent befolgt, wird Erfolge verbuchen. Zusätzlich muss aber auch auf einige Lebensmittel möglichst ganz verzichtet werden. Dazu gehört tierisches Fett – insbesondere Schwein ist tabu, aber auch Rindfleisch sollte nur noch in Maßen genossen werden.

Ebenfalls maßvoll zu verzehren sind Wurst, Süßigkeiten und Zucker, Spargel, Nüsse Erdbeeren, roter Pfeffer und Tomaten. Auch fetter Fisch ist zu vermeiden, ebenso Sahne, Margarine, Butter und Eigelb. Gesättigte und gehärtete Fette stehen ebenso auf der roten Liste wie Kaffee, Alkohol (insbesondere Rotwein) und schwarzer Tee. Auch Zitrusfrüchte sollten nicht im Übermaß verzehrt werden.

Wer ab und zu mal sündigt, weil die Versuchung des Schokoladenkuchens, der Schweinshaxe oder der sommerlichen Erdbeeren mit Sahne doch zu groß war, sollte auf eine ausgleichende Menge an Base-haltigen Lebensmitteln achten oder einen Liter Base-Tee zum Schutz vor Übersäuerung trinken.