So erkennt man eine Fruktosemalabsorption

Obst bunt gemischt

Das Obstangebot ist heutzutage größer und vielfältiger denn je, so dass kaum einer widerstehen kann. Aber nicht jeder kann Obst uneingeschränkt genießen. Gehören Sie auch zu den Personen, bei denen es nach dem Genuss von Obst häufig zu Rumoren in Bauch und Darm kommt? Dann kann eine Fruktosemalabsorption bzw. intestinale Fruktoseintoleranz vorliegen. Wie viele Personen in Deutschland an Fruktosemalabsorption leiden, ist nicht genau bekannt. Viele scheinen betroffen zu sein, ohne dass eine Diagnose gestellt ist. Dabei ist diese mit Hilfe eines Tests, des sogenannten "H2-Atemtests", recht einfach: Dieser Fruktosemalabsorption-Test misst nach einer Belastung mit Fruktose über die Atemluft, ob die typischen Darmgase entstehen und abgeatmet werden.

Fruktosemalabsorption: Symptome und Ursachen

Bei Fruktosemalabsorption ist die Aufnahme von Fruktose, also Fruchtzucker, der z. B. in Obst und Honig vorkommt, im Dünndarm gestört. Weitgehend unverdaut gelangt die Fruktose deshalb in größerer Menge in den Dickdarm. Die dort vorhandenen Bakterien bauen Fruktose zu kurzkettigen Fettsäuren und Gasen wie Wasserstoff oder Kohlendioxid ab, die Beschwerden wie Blähungen und/oder Durchfall auslösen können. Meiden die Betroffenen Fruchtzucker, verschwinden die Symptome wie Blähungen und/oder Durchfall völlig.

Ein vollständiger Verzicht auf Fruchtzucker muss jedoch auch bei Fruktosemalabsorption nicht sein, denn eine geringe Menge Fruktose wird meist vertragen. Die Fruktoseverträglichkeit ist von Person zu Person unterschiedlich und individuell zu ermitteln. Bei manchen Menschen sind die Fruktosemalabsorption-Symptome nur vorübergehend, bei anderen kann die Fruktose ein Leben lang Probleme machen.

Hereditäre Fruktoseintoleranz abgrenzen

Nicht zu verwechseln ist die Fruktosemalabsorption mit der angeborenen (hereditären) Fruktoseintoleranz. Hierbei handelt es sich um eine seltene Störung des Fruktosestoffwechsels, bei der den Betroffenen ein Enzym, das für den Fruktoseabbau benötigt wird, fehlt. Sie erfordert von Geburt an einen strikten Verzicht von Fruktose.

Welche Lebensmittel bei Fruktosemalabsorption?

Der Einfachzucker Fruktose ist ein natürlicher Bestandteil von Obst und zahlreichen Gemüsesorten. Vor allem Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Trauben sowie Kohl und Möhren sind fruktosereich. Fruktose befindet sich außerdem in Honig, Fruchtsaft, Fruchtjoghurt, Müsliriegeln, Marmelade, Süßwaren sowie Limonade und Cola.

Ursache für die Fruktosemalabsorption ist die ungenügende Verdauung des Zuckerbausteins Fruktose, den normalerweise ein Transporter aus der Nahrung in die Dünndarmzellen und damit in die Blutbahn schleust. Bei der Fruktosemalabsorption ist dieses Transportsystem defekt bzw. seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

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Auch der Zuckeraustauschstoff Sorbit sollte bei Fruktosemalabsorption gemieden werden. Da Sorbit dasselbe Transportmittel nutzt, kann er kurzfristig die Aufnahme der Fruktose vermindern. Sorbit kommt in manchen Obstarten vor und wird vielen Produkten – genau wie Fruktose – als Zuckeraustauschstoff zugesetzt.

Glucose (Traubenzucker) hingegen begünstigt die Fruktoseaufnahme, da sie die Aktivität des Transporters anregt. Aus diesem Grund wird Saccharose (Haushaltszucker), die je zur Hälfte aus Fruktose und Glucose besteht, von manchen Betroffenen besser aufgenommen.