Für eine natürliche Wohlfühl-Verdauung

Unsere Verdauung hat einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei der Darm. Tag und Nacht ist er aktiv, um unsere Nahrung zu verarbeiten, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und den Organismus vor Krankheitserregern zu schützen. All diese Arbeit verrichtet er meist so, dass wir ihn gar nicht bemerken. Welche zentrale Bedeutung der Darm für unser Wohlergehen spielt, merken wir erst dann, wenn er aus dem Gleichgewicht gerät – und die Verdauung unangenehm auf sich aufmerksam macht. Die Ursachen für das Auftreten solcher Beschwerden sind sehr unterschiedlich - ebenso wie die konkreten Auswirkungen für die Betroffenen. In jedem Fall aber sind Wohlbefinden und Lebensqualität spürbar beeinträchtigt.

Ballaststoffe - für die gesunde Verdauung unverzichtbar!

Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Ballaststoffen ist der Schlüssel zu einer geregelten Verdauung. Denn diese unverdaulichen Nahrungsbestandteile erfüllen im Darm eine wichtige Funktion. Durch ihre Fähigkeit, Wasser zu binden, quellen die Ballaststoffe im Darm auf, reizen durch Druck die Darmschleimhaut und lösen so die Verdauungstätigkeit aus. Ballaststoffe sind vor allem in Vollkornprodukten enthalten. Aber auch Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte zählen zu den wichtigsten Lieferanten.

Im Rahmen der modernen, häufig von Zeitdruck geprägten Ernährungsweise stehen diese Nahrungsmittel aber leider viel zu selten auf dem Speiseplan. Wenn eine Ernährung knapp an Ballaststoffen ist, dann hat es unsere Verdauung schwerer: Der Darminhalt verliert an Volumen und Feuchtigkeit. Eine unregelmäßige Verdauung kann die Folge sein. Um die Voraussetzungen für eine regelmäßige Verdauung zu schaffen, sollte eine ausgewogene Ernährung also vor allem eines beinhalten: Ballaststoffe!

 

Verstopfungen und Darmträgheit

Darmträgheit und Verstopfung gehören nicht nur zu den häufigsten, sondern auch zu den unangenehmsten Verdauungsstörungen. Dabei ist der Darminhalt so weit verhärtet, dass er nur noch sehr wenig Volumen besitzt und die Darmwände nicht mehr ausreichend zur Eigenbewegung stimuliert. Die Folge: Die Verdauung kommt zum Erliegen und die Entleerung des Darms ist erheblich erschwert.

Auch bei Darmträgheit ist eine unausgewogene, ballaststoffarme Ernährung häufigster Auslöser der Beschwerden. Darüber hinaus können Stress und Überforderung im Alltag, mangelnde Bewegung und eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme für das Entstehen der Probleme mitverantwortlich sein. Liegt eine Darmträgheit erst einmal vor, führt eine nachträgliche Aufnahme von Ballaststoffen nicht in jedem Fall zum gewünschten Erfolg.

Um die Verstopfung kurzfristig, aber gleichzeitig schonend zu lösen, wird dem harten, ausgetrockneten Stuhl am besten gezielt Flüssigkeit zugeführt, um die natürliche Verdauung wieder in Gang zu bringen. Hier muss verhindert werden, dass der Körper die Flüssigkeit vor dem Eintreffen im Dickdarm anderweitig verwendet.

 

Die Darmflora: Hoch effektiv – und hoch empfindlich

Eine gesunde Darmflora ist wichtiger Garant für Gesundheit und Wohlbefinden. Denn in der Darmschleimhaut leben Milliarden von nützlichen Bakterien, die unsere Nahrung aufbereiten, wichtige Nährstoffe produzieren und das Immunsystem aktiv unterstützen. Durch bestimmte Einflüsse - wie z. B. Durchfall, Verstopfung oder die Einnahme von Medikamenten - kann es allerdings zu einem verstärkten Abbau dieser „guten" Bakterien im Darm kommen. Die Folge: das Verdauungssystem ist überlastet, oft fühlt man sich auch matt und abgeschlagen.

Da diese Anzeichen eher unspezifisch sind, werden sie von vielen Betroffenen gar nicht erst mit der Darmflora in Verbindung gebracht. Daher sollte man gerade nach außergewöhnlichen Belastungen für das Verdauungssystem auf die Signale des Körpers achten - und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, damit die Darmflora im Gleichgewicht bleibt.

 

Was Sie sonst noch für eine gesunde Verdauung tun können

  1. Trinken Sie viel: Um eine reibungslose Verdauung zu gewährleisten, sollten Sie mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Am besten geeignet ist Mineralwasser.
  2. Kauen Sie langsam und gründlich: Gut zerkleinerte Nahrung kann im Magen ausreichend mit Magensäften durchmischt werden – eine wichtige Vorbereitung für eine problemlose Verdauung im Darm.
  3. Gewöhnen Sie Ihren Darm an einen festen Rhythmus: Der Darm lässt sich häufig so "erziehen", das er sich zu einer bestimmten Zeit am Tag meldet – idealerweise nach dem Frühstück. Ein großes Glas Wasser auf nüchternen Magen regt den Darm an und sorgt dafür, dass der Verdauungsbrei weitertransportiert wird. Nehmen Sie sich außerdem viel Zeit für ein gesundes, ballaststoffreiches Frühstück - und gönnen Sie sich danach ruhig ein halbes Stündchen Ruhe. Und bloß keine Hektik - denn Stress am Morgen blockiert den Darm!
  4. Bewegen Sie sich ausreichend: Vergessen Sie auch körperliche Aktivitäten nicht. Bewegung ist wie eine Massage für den Darm. Durch Spazierengehen, Gymnastik, Radfahren und Schwimmen kann der Darm fit gehalten werden.
  5. Hilfe aus der Apotheke: Mit verschiedenen Produkten aus der Apotheke können Sie Magen und Darm auf ebenso schonende wie wirksame Weise ins Gleichgewicht bringen. Fragen Sie hierzu Ihren Apotheker.