Kürbis: Ein kalorienarmer Sattmacher

Halloween bringt den Kürbis groß raus: überall leuchten Kürbislaternen mit gruseligen Motiven in Gärten und Fenstern. Leider findet dabei das gesunde Fruchtfleisch des Kürbis viel zu wenig Beachtung. Dabei lohnt es sich, diesem vielseitigen Gemüse mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn das Fruchtfleisch, die Kerne und das daraus gewonnene Öl strotzen vor gesundheitsfördernden Eigenschaften. Der Kürbis ist, erstaunlich aber wahr, im botanischen Sinne eine Beere und zählt zu den Kürbisgewächsen. Kürbisse können bis zu 100 kg schwer werden - somit ist der Kürbis die größte Beere der Welt.

Inhaltsstoffe eines Kürbis

Der Kürbis ist ein gesunder Sattmacher: 100 Gramm seines Fruchtfleisches haben nur 27 Kalorien. Der Kürbis macht als Gemüsebeilage, gefüllt oder zu Suppe verarbeitet eine gute Figur. Dabei liefert er viele Nährstoffe wie Beta-Karotin, Vitamin A, Magnesium, Kalzium und Kalium.

Vor allem das Beta-Karotin ist ein wichtiger Schutzstoff für die Zellen, da es antioxidative Eigenschaften besitzt und die Zellen vor dem Angriff freier Radikale schützt. Kürbiskerne werden - zum Teil geröstet und gesalzen - als Snack geknabbert und in Backwaren verwendet.

Kürbiskerne: Eigenschaften positiv für die Gesundheit

  • Die antioxidativen Inhaltsstoffe von Kürbiskernen unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers und wehren freie Radikale ab.
  • Der Verzehr von Kürbiskernen und Kürbiskernöl ist vor allem bei Prostataleiden zu empfehlen. Bei gutartigen Prostatavergrößerungen ist die heilsame Wirkung der Kürbiskerne wissenschaftlich belegt. Es gibt auch Hinweise auf eine positive Wirkung auf bösartige Wucherungen.
  • Kürbiskerne wirken beruhigend auf eine Reizblase. Kürbisfleisch ist harntreibend, da es reichlich Wasser und Kalium, aber nur wenig Natrium enthält. Um eine ausreichende Dosis zu erreichen, sollte mindestens zwei Mal täglich ein Esslöffel Kürbiskerne gegessen und zusätzlich Kürbiskernöl zum Anmachen von Salaten verwendet werden.
  • Menschen, die leicht frieren, sollten zur Kürbissuppe greifen: Kürbis wärmt von innen. Noch verstärkt wird der Effekt, wenn die Suppe mit Curry oder Chili gewürzt ist, denn diese Gewürze regen die Thermogenese weiter an und der Energieverbrauch steigt.

Kürbiskernöl

Aus den Kernen des Ölkürbis wird das hochwertige Öl gewonnen. Es enthält ernährungsphysiologisch wertvolle Fettsäuren, vor allem Linolsäure, eine lebenswichtige, zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure. Zusätzlich liefert es in hoher Menge Vitamin E, aber auch die Vitamine A, B1, B2, B6, C und D, die Mineralstoffe Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Selen und Zink.

Kürbiskernöl liefert zudem Phytosterine. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben verschiedene positive Wirkungen auf den Körper, senken unter anderem den Cholesterinspiegel und wirken antioxidativ. Wegen seiner wertvollen, ungesättigten Fettsäuren wird das Öl schnell ranzig und sollte deshalb stets im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Vielseitige Verwendung vom Kürbis

Seit vielen hundert Jahren werden immer neue Kürbissorten gezüchtet. Heute gibt es zirka 800 verschiedene Arten, die sich in Form, Farbe, Größe und Geschmack unterscheiden. Aus dem Fruchtfleisch kann man Suppen, Chutneys, Aufläufe, Marmeladen und Kürbisgemüse kochen oder Kuchen backen. Roh geraspelt schmeckt er auch in Salaten. Kürbiskerne können geschält gegessen werden und es wird Kürbiskernöl daraus gewonnen.

Die wichtigsten Kürbissorten

  • Muskat Kürbis: Die stark gerippte Schale dieses Kürbisses, der bis zu 20 kg auf die Waage bringen kann, ist braun-grün, sein Fruchtfleisch leuchtend orange. Er schmeckt leicht nach Muskat und eignet sich wegen seines süßen Aromas besonders gut zur Herstellung von Marmelade.
  • Early Butternut: Dieser Kürbis hat einen hohen Fruchtfleischanteil (wenig Kerne, dünne Schale) und einen süßlich-nussigen Geschmack. Er ist besonders reich an Karotin und eignet sich wegen seiner Birnenform gut zum Füllen.
  • Hokkaido Kürbis: Geschmacklich (kräftig-süßlich) ist der kleine Kerl (15-25 cm Ø) einer von den aromatischsten. Praktisch: Seine Schale, ob grün oder orange-farben, ist so dünn, dass man sie mitessen kann.
  • Gelber Zentner: Er zählt zu den Riesen unter den Kürbissen, da er bis zu 50 kg wiegen kann. Deshalb wird dieser Kürbis sehr preiswert in Stücken verkauft. Das Fruchtfleisch ist gelb.

Kürbisse anpflanzen oder kaufen

Ausgereifte Kürbisse klingen beim Daraufklopfen hohl, ihre Stiele sind verholzt - ein Zeichen dafür, dass der Kürbis nicht zu früh geerntet wurde. Kürbisse sollten weder braune Flecken noch Druckstellen aufweisen und der Stiel sollte noch vorhanden sein. Wenn Sie selbst einen Kürbis ziehen wollen, pflanzen Sie die Samen im Frühjahr (Ende April) nach dem letzten Frost ein. Die Ernte erfolgt im Spätherbst (Oktober) oder zum Winterbeginn, vor dem ersten Frost.

Kürbisse lagern und einfrieren

Kürbisse können im kühlen Keller oder an einem anderen kühlen, aber frostfreien Ort mehrere Monate (bis zu zehn Monate) eingelagert werden und bei Bedarf verarbeitet werden. Angeschnittene Kürbisse sind allerdings je nach Temperatur nur wenige Tage bis 2 Wochen haltbar. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt Ihr Kürbis 3-4 Tage frisch.

Kürbissuppe und Aufläufe lassen sich problemlos einfrieren. Geschälte, angedünstete Kürbiswürfel lassen sich ebenfalls gut einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt verarbeiten. Rohen Kürbis kann man nicht einfrieren, da er sonst zäh wird.

Weitere Artikel



Rezept für eine Kürbissuppe

Ein kleines Rezept für eine Kürbissuppe, um zu Halloween Gespenster zu verjagen:

Zutaten:

  • 1 kg Kürbisfleisch
  • Butter
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleine Pastinake
  • 1 Apfel
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Ingwer, Piment, Curry, Salz und Pfeffer

Und so wird die Kürbissuppe gemacht:

  • Zwiebel, Pastinake und Apfel schälen, in kleine Stücke schneiden und in Butter andünsten.
  • Kürbisfleisch und Gemüsebrühe dazu geben.
  • Bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen.
  • Pürieren und würzen.

Ein Löffel Schmand und ein paar angeröstete Mandelblätter vor dem Servieren in die Kürbissuppe geben. Das verleiht der Suppe eine raffinierte Note.