Aprikose - Gesunder Allrounder

Aprikose, Marille, Pfirsich und Nektarine. Sie alle sind süß, fruchtig und meist mit einem feinen Flaum überzogen, weshalb man bei so viel Ähnlichkeit schnell den Überblick verlieren kann. Doch eigentlich ist es ganz einfach: Die Aprikose ist die kleine gelbe unter den süßen Früchten und Marille nichts anderes als die österreichische Bezeichnung für Aprikose. Während Pfirsich und Nektarine oft sehr saftig sind, ist das Fruchtfleisch der Aprikose eher mehlig-weich und so auch leichter zu verzehren. Und: Die Aprikose schmeckt auch getrocknet hervorragend und eignet sich so das ganze Jahr hindurch als gesunder Snack.

Aprikose: Kalorien sparen und Krankheiten vorbeugen

Die Aprikose schmeckt nicht nur sündhaft süß, sondern ist auch ein Allroundtalent für die Gesundheit. Sie enthält außerordentlich viel Provitamin A (Carotin), außerdem die Vitamine B1, B2 und C sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Phosphor. Dadurch hat die Aprikose einen positiven Einfluss auf Haare und Nägel, sorgt für einen rosigen Teint, stärkt das Immunsystem und kurbelt den Kreislauf an. Die enthaltene Salicylsäure hat eine antibakterielle Wirkung und tötet so Keime im Magen-Darm-Trakt ab. Der Wirkstoff Dimethylglycine, der im Kern der Aprikose steckt, soll bei Migräne und Kopfschmerzen helfen.

In 100 Gramm frischer Aprikose stecken etwa 40 Kalorien, die gleiche Menge getrocknete Aprikose schlägt mit 241 kcal zu Buche. Allerdings ist bei der getrockneten Variante der Nährstoffgehalt fast fünfmal so hoch wie bei einer frischen Aprikose, was beide Formen zu gesunden, leckeren Snacks macht.

Reife Aprikosen erkennen

Kein Zweifel, am besten schmecken Aprikosen frisch und roh. Dazu sollten sie zunächst vorsichtig gewaschen und abgetrocknet werden. Da die Aprikose nicht so saftig ist wie ein Pfirsich, kann man einfach herzhaft hineinbeißen, ohne eine Sauerei zu veranstalten. Wer die Frucht dennoch in Scheiben schneiden möchte, der sollte dazu ein möglichst scharfes, glattes Messer verwenden, denn die zarte Haut der Frucht ist leicht verletzlich und würde durch Zacken oder stumpfe Messerklingen zerfetzt oder zerquetscht werden. Beim Aprikose-Schneiden einfach vorgehen wie bei einem Pfirsich: Die Frucht in zwei Hälften teilen, den Stein entfernen und die Hälften in Scheiben schneiden.

Beim Kauf einer Aprikose sollte man darauf achten, nur reife Früchte auszuwählen, denn unreife Exemplare schmecken sauer, sehr mehlig und trocken. Bei einer reifen Aprikose ist die Haut kräftig orange-gelb gefärbt und der Stein lässt sich leicht von der Frucht lösen. Aufschluss über die Reife der Frucht gibt auch ein sanfter Druck mit dem Daumen: Gibt das Fruchtfleisch leicht nach, ist die Aprikose perfekt.

Aprikose: Herkunft und Anbau

Die Herkunft der Aprikose ist umstritten. Wissenschaftlich belegt ist jedoch, dass diese Frucht schon in der Antike sowohl in Armenien, als auch in China und Indien bekannt war. Heute liegt das Hauptanbaugebiet in der Türkei. Auch in Ungarn, Italien und Spanien fühlen sich Aprikosen wohl, denn sie brauchen viel Hitze und einen sandigen Boden.

Die Aprikose wächst auf dem strauchähnlichen Aprikosenbaum, der etwa sechs Meter hoch wird. Ihr Fruchtfleisch ist hellgelb bis orangerot gefärbt, ebenso die flaumig-weiche Schale. Dieses Obst ist eine Steinfrucht mit einem großen Kern. In diesem steckt der kleine, mandelförmige Samen, der in manchen Kulturen gegessen wird. Wird er zerstoßen, kommt sein süßes Marzipan-Aroma zutage, weshalb Aprikosenkerne beispielsweise zur Herstellung von Amaretto-Likör verwendet werden.

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Rezept für Aprikosenmarmelade

Die Aprikose schmeckt nicht nur frisch, sondern lässt sich auch wunderbar verarbeiten: Aprikosenmarmelade, Aprikosengelee, Aprikosenkuchen oder für die berühmten österreichischen Marillenknödel. Hier ein einfaches Rezept für leckere Aprikosenmarmelade:

  • 1 kg Aprikosen enthäuten und entsteinen, in kleine Stücke schneiden.
  • Das Fruchtfleisch mit 500 g Gelierzucker und einem Päckchen Zitronensäure in einen großen Topf geben und aufkochen.
  • Etwa fünf Minuten köcheln lassen, bei Bedarf pürieren.
  • In einer Pfanne ohne Öl 50 g Mandelblättchen leicht anbräunen.
  • 4 EL Amaretto und die Mandelblättchen zur Marmelade geben und gut unterrühren.
  • Anschließend die Masse sofort in heiß ausgespülte Marmeladengläser abfüllen und gut verschließen.