Gesunde Meeresfrüchte
Waren Sie schon einmal auf einem Fischmarkt im Süden? In Sizilien etwa, in Spanien oder Südfrankreich? An einem Ort an der Küste, an dem die Händler in Schürzen, Jeans und Gummistiefeln rufen und mit den Armen rudern, um mit großer Geste ihre Ware anzupreisen? Solche Märkte, die früh morgens aufgebaut werden, sind schon für sich ein Spektakel und eine angemessene Bühne für das, was es hier zu kaufen gibt: die Früchte des Meeres in all ihrer Vielfalt und Pracht.
Da liegen kistenweise Garnelen von zartrosa bis dunkelrot, Muscheln in allen möglichen Formen, runde Venusmuscheln, dunkle Miesmuscheln, dicke Jakobsmuscheln und prächtige Austern. Kalamare in Plastikwannen glänzen im Sonnenlicht, daneben stachelige Seeigel, orange Kaisergranate, stolze Hummer und Langusten, Krebse mit dicken Scheren. Von manchen wissen wir nicht einmal die Namen. Wir wissen nur, dass diese Tiere uns magisch anziehen, weil es so schön ist, sie anzusehen.
Was ist das Besondere an Meeresfrüchten?
So ein Markt ist wie ein Spaziergang durch eine Wunderwelt. Er erzählt von der überbordenden Kreativität des Meeres und seinen ulkigen Bewohnern mit ihren Panzern und Tentakeln, Saugnäpfen, Fühlern und Scheren. Denn Meeresfrüchte haben auch etwas Geheimnisvolles, weil sie aus einer ganz anderen Lebenswelt kommen. Zugleich sind sie die feinsten Leckerbissen, die das Meer zu bieten hat, und dazu eine der ältesten und gesündesten Delikatessen. Schließlich fischte der Mensch sein Essen schon viele tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung aus dem Meer.
Meeresfrüchte sind bis heute etwas Besonderes, oft der Höhepunkt eines feierlichen Abendessens. Dabei ist es meist ganz leicht, sie zuzubereiten – es braucht nur kurze Garzeiten und eine einfache Verarbeitung, weil die Tiere einen so zarten Eigengeschmack haben. Bei dem man herrlich vom Süden träumt.
Was macht sie so gesund?
Das Gute an Meeresfrüchten, neben dem köstlichen Geschmack? Sie enthalten viel Eiweiß, sind nährstoffreich und leicht verdaulich. Mit ihnen nehmen wir wichtige Omega-3-Fettsäuren auf, die gut für unsere Blutgefäße sind. Meeresfrüchte enthalten darüber hinaus wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, darunter Zink und Selen. Selen bindet freie Radikale und ist an der Bildung und Aktivierung der Schilddrüsenhormone beteiligt.
Nicht zuletzt lehren uns die Meeresfrüchte, besonders wenn sie auf leichte Art zubereitet sind, durch ihre Zartheit den Genuss. Einziger Wermutstropfen: So gut wie alle Meeresfrüchte sind reich an Cholesterin – und daher sollten sie in der Küche stets etwas Besonderes sein.
Weitere Artikel
Wie werden Meeresfrüchte gelagert?
Aufgrund ihrer Eiweißzusammensetzung verderben Meerestiere leicht. Lagern Sie frische Garnelen, Muscheln etc. daher maximal 1–2 Tage im Kühlschrank, am besten in einer mit Frischhaltefolie abgedeckten Glas- oder Porzellanschüssel. Stellen Sie diese in die kälteste Zone des Kühlschranks auf die unterste Glasplatte über dem Gemüsefach. Frische Meeresfrüchte riechen angenehm nach Meer und nicht streng fischig.
Für tiefgefrorene Meeresfrüchte gilt: Lassen Sie sie langsam auftauen und gießen Sie das Auftauwasser vor dem Zubereiten unbedingt weg.
Übrigens: Verdorbenes Garnelenfleisch ist weich, leicht grünlich und riecht nach Salmiak. Sofort wegwerfen! Das gilt auch für Muscheln, die beim Zubereiten geschlossen bleiben.