Nüsse - Tipps für Einkauf und Lagerung
Nicht schlucken, sondern spucken!
Nüsse müssen mit allen Sinnen gegessen werden, denn ein Schimmelpilzbefall zeigt sich durch einen bitteren Geschmack. Bei ranzigen Nüssen ist das in ihnen enthaltene Fett verdorben, was man nicht nur schmecken, sondern auch riechen und sehen kann, denn das Nussfleisch ist dann nicht weiß, sondern weist eine gelbliche Farbe auf. Die Abbauprodukte der ranzigen Fette können zu Magen-Darm-Verstimmungen führen. Schimmelpilzgifte sind auf die Bildung von Aflatoxinen zurückzuführen, die vor allem Leber- und Nierenkrebs auslösen können und auch gegenüber Erhitzung stabil sind. Vor allem Pistazien sind öfter von Schimmelpilz befallen, aber auch Erdnüsse, Mandeln und Paranüsse. Daher sollte man die Nüsse ausspucken, wenn es einmal bitter oder verdorben schmeckt.
Tipps für Einkauf und Lagerung
- Fleckige Nussschalen sind nicht minderwertig. Bei diesen Nüssen wurde auf das Bleichen der Schalen mittels Schwefel verzichtet.
- Bei Nüssölen darauf achten, dass sie nicht raffiniert wurden, da dadurch viele wichtige Nährstoffe zerstört werden.
- Packungen mit dunkler aussehenden oder beschädigten Kernen meiden.
- Machen Sie den Schütteltest: Klappert der Kern in der Schale, so ist er eingetrocknet und alt.
- Frische Nüsse nicht in Plastik verpackt kaufen, da sie dort Feuchtigkeit bilden können, was zu Schimmelpilz führt.
- Bei zerkleinerten Nüssen auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Generell lieber ganze Nüsse kaufen, da sie länger gelagert werden können.
- Einheimische (Haselnüsse) beim Einkauf bevorzugen, da lange Transportwege das Risiko des Schimmelpilzbefalls erhöhen.
- Nüsse kühl, dunkel und trocken lagern.
Autor/Quelle: Anke Dorl

