Beta-Carotin für Sonnenschutz von innen

Der Vitalstoff Beta-Carotin bereitet winterblasse Haut auf die Sonneneinstrahlung vor und stellt gleichzeitig einen Sonnenschutz dar. Denn eine gesunde Sommer-Bräune kommt nicht von allein. Menschen, die aufgrund ihrer empfindlichen Haut im Sommer nur die Wahl zwischen Sonnenbrand und nobler Blässe haben, sollten daher möglichst viel Obst und Gemüse essen, denn darin ist Beta-Carotin reichlich vorhanden. Zur Vorbereitung auf die Sonne eignen sich auch Beta-Carotin-Kapseln, Tabletten oder Dragees.

Beta-Carotin in Lebensmitteln

Beta-Carotin gehört zu der großen Gruppe der Carotinoide und ist bekannt für seine vielen positiven Eigenschaften. Die Aufnahme von Beta-Carotin in unseren Körper ist sehr stark davon abhängig, wie wir es dem Körper anbieten. Der Vitalstoff steckt in gelb-orangem, aber auch dunkelgrünem Obst und Gemüse wie Karotten, Pfirsichen, Mangos, Aprikosen, Spinat, Feldsalat oder Mangold.

Allerdings wird aus dem rohem Obst und Gemüse verhältnismäßig wenig absorbiert, da die pflanzlichen Zellwände die Freisetzung behindern. So werden beim Verzehr von rohen Karotten nur etwa zehn Prozent des Beta-Carotins aufgenommen. In geriebener Form und zusammen mit Fett erhöht sich jedoch die Ausnutzung erheblich.

Beta-Carotin-Kapseln als Sonnenschutz

Auch mit Beta-Carotin-Tabletten oder Kapseln lässt sich die Haut gut auf den Sommer vorbereiten. Als Vorstufe von Vitamin A besitzt Beta-Carotin die besondere Eigenschaft, freie Radikale abzufangen und so die Zellen zu schützen. Ein positiver Nebeneffekt ergibt sich aus der chemischen Struktur dieses Vitalstoffes: Mit seiner eigenen Farbkomponente intensiviert Beta-Carotin die natürliche Hautbräune und sorgt für ein gesünderes und frischeres Aussehen.

Wie funktioniert Beta-Carotin als Sonnenschutz?

Die Schutzwirkungen von Beta-Carotin beruhen vor allem auf seiner Funktion als Antioxidans. Der Vitalstoff wirkt dabei über zwei verschiedene Mechanismen: Zum einen macht es den reaktiven Singulettsauerstoff, der beispielsweise durch UV-Bestrahlung entsteht, unschädlich. Dieser könnte sonst Zellstrukturen durch Oxidation zerstören.

Dabei nimmt Beta-Carotin die Energie des reaktiven Sauerstoffs auf und gibt sie dann als Wärme wieder ab. Dieser Vorgang wird auch als "quenchen", d.h. „löschen" bezeichnet. Zum anderen kann Betacarotin aber auch eine schon bestehende Lipidperoxidation selbst hemmen, indem es diese Kettenreaktion als Radikalfänger abbricht.

Wirkung von Beta-Carotin

Beta-Carotin dient der Vitamin A-Versorgung des Menschen und wird daher auch als Provitamin A bezeichnet. In den Enterozyten wird es zu Vitamin A umgewandelt und zwar bedarfsabhängig, so dass eine Überdosierung auch durch hohe Beta-Carotin-Gaben nicht möglich ist.

Vitamin A ist verantwortlich für Wachstum und Differenzierung von Zellen und Geweben und damit auch für die Funktionsfähigkeit einer gesunden Haut von sehr großer Bedeutung. Ebenso förderlich ist es für den Sehvorgang. Das für die Vitamin A-Produktion nicht benötigte Beta-Carotin wird im Fettgewebe und letztendlich in den Zellen der Oberhaut abgelagert, wo es seine positiven Einflüsse weiter entfalten kann.

Einnahme von Beta-Carotin-Kapseln

Neugebildete Hautzellen wandern nach außen, verhornen dabei und werden schließlich wieder abgestoßen. Da dieser Prozess der Hautneubildung drei bis vier Wochen beansprucht, sollte mindestens einen Monat vor dem Aufenthalt an der Sonne mit der Beta-Carotin-Einnahme begonnen werden. So ist gewährleistet, dass in den verschiedenen Hautschichten ausreichend Carotin eingelagert worden ist. Auf diese Weise wird der Eigenschutz der Haut gegen UV-Strahlung verstärkt und die Sonnenbrandschwelle erhöht.