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Die Breipremiere

Da die Eisenvorräte des Babys nach dem sechsten Monat knapp werden, sollte als erster Brei der Gemüse-Fleisch-Brei eingeführt werden, und zwar als Mittagsmahlzeit. Erst dann folgt der Abendbrei (Milch-Getreide-Brei) und als Letzter der Getreide-Obst-Brei am Nachmittag. Für die Einführung eines jeden Breis sollte man dem Baby etwa vier Wochen Zeit geben, um Verdauung, Stoffwechsel und Immunsystem zu schonen. Außerdem hat man so die Möglichkeit, Lebensmittelunverträglichkeiten und -allergien frühzeitig zu erkennen. Weil sie fast alle Babys mögen, beginnt man in der Regel mit Karotten als erstem Nahrungsmittel.

Einziger Nachteil: Sie können eine Verstopfung auslösen. Dann kann man zu einem anderen gut verträglichen Gemüse, wie Kürbis oder Pastinaken wechseln. Nach einigen Tagen und wenn das Baby etwa 100 g pro Mahlzeit schafft, kommen Kartoffeln und etwas Öl hinzu und wieder etwa eine Woche später mageres Fleisch und etwas Vitamin-C-reicher Saft (verbessert die Eisenaufnahme). Wenn Ihr Baby eine Breimenge von 150-200g isst, braucht es hinterher keine Milch mehr.

Tipps:

  • Kaum ein Baby isst gleich alles auf. Für die ersten Breiversuche gibt es deshalb extra kleine Gläschen im Handel. Oder Sie frieren den selbst gekochten Brei in kleinen Mengen ein (z.B. im Eiswürfelbehälter).
  • Babys brauchen am Anfang (!) keine kulinarische Abwechslung. Sie lieben das Bekannte und Vertraute und würden Ihnen die geschmackliche Vielfalt nicht danken. Außerdem schonen Sie mit wenigen Gemüse-, Obst und Fleischsorten das Verdauungssystem Ihres Kindes und beugen Allergien vor.

Festes und Flüssiges

Sobald das Kind Brei bekommt, sollte es danach auch etwas trinken. Am besten Wasser (ohne Kohlensäure und zumindest im ersten halben Jahr abgekocht) bzw. Mineralwasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausdrücklich empfohlen ist. Geeignet sind auch dünner Kräutertee oder ungesüßter Früchtetee. Nicht so gut sind Säfte, weil sie zu süß und zu säurehaltig sind. Wenn doch, sollten sie stark verdünnt gegeben werden (mindestens 2 Teile Wasser und 1 Teil Saft) und nicht zu viel Obstsäure enthalten (also z.B. milder Apfelsaft). Die Getränke sollten warm bis lauwarm, niemals kalt sein.

Tipps:

  • Zum Lernen gibt es spezielle Trinklerntassen, die vorne einen Trinkschnabel haben. Sie sind leicht, unzerbrechlich und standsicher. Flaschen oder Gefäße mit Sauger sind weniger gut geeignet.
  • Manchen Babys macht es von Anfang an Spaß – wie die Erwachsenen – aus einem Glas oder der Tasse zu trinken. Am Anfang brauchen sie dabei natürlich noch Hilfe.
  • Bieten Sie Ihrem Baby regelmäßig etwas zu Trinken an, aber lassen Sie es nicht zum Dauernuckeln kommen.

Fleischlos genauso glücklich?

Fleisch ist ein wichtiger Lieferant für Eisen, Vitamine B1 und B12 und Zink. Wenn man sein Baby fleischlos ernähren will, sollte man deshalb ganz besonders darauf achten, dass es genug Eisen aufnimmt. Eisenreiche Getreide sind z.B. Hirse, Hafer, Weizen, Roggen, Grünkern. Eisenreiches Gemüse z.B. Bohnen, Spinat, Fenchel, Karotten, Zucchini. Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten jeder Mahlzeit drei Löffel Orangensaft oder Obstpüree zugegeben werden. Vitamin B liefern Milch, Joghurt, Quark und Käse.