Homöopathie bei PMS und Regelschmerzen

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Homöopathie und Regelschmerzen – passt das? Schmerzen vor und während der Periode kennt fast jede Frau. Doch während manche lediglich ein leichtes Ziehen im Unterleib verspüren, sind die Tage für andere eine regelrechte Tortur. Krampfhafte Bauchschmerzen, Migräneanfälle, Kreislaufbeschwerden und Stimmungsschwankungen begleiten bei vielen Frauen die Regelblutung. Um diese Symptome zu mildern, schlucken Betroffene oft Schmerztabletten oder sogar Hormone. Doch es gibt einen schonenderen Weg, die Periode erträglicher zu machen: Richtig eingesetzt, kann Homöopathie PMS-Symptome wesentlich reduzieren. Es kommt lediglich darauf an, die Beschwerden genau zu definieren und dann die richtigen Globuli anzuwenden. 

Homöopathie: Anwendung und Einsatzbereich

Homöopathische Mittel wirken nach dem Ähnlichkeitsprinzip. Sie behandeln also Ähnliches mit Ähnlichem und rufen so beim Gesunden genau die Symptome hervor, die beim Kranken geheilt werden sollen. Gleichzeitig hilft  Homöopathie jedoch bei vielen Erkrankten überraschend effektiv, die Beschwerden zu mildern.

Schwierig ist dabei nur, genau die richtige Art von Globuli zu finden. Dazu muss der Patient seine Symptome ausführlich und exakt beschreiben. Ist das richtige Mittel gefunden, spielen bei Homöopathie auch die Dosierung und der Einnahmerhythmus eine wichtige Rolle. Die Globuli sollten entweder auf der Zunge zergehen, oder in einem Wasserglas aufgelöst werden. Dabei das Wasser mit den Kügelchen kräftig mit einem Holz- oder Plastiklöffel umrühren. Auf Kaffee und Zahnpasta sollte man verzichten.

 

Homöopathie bei PMS

Beim Prämenstruellen Syndrom (PMS) haben Frauen oft ganz unterschiedliche Schmerzen und Symptome. Bei Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Unterbauchschmerzen mit Krämpfen, Hautproblemen und Niedergeschlagenheit können zweimal täglich fünf Cimicifuga D12-Globuli eingenommen werden. Verwenden Sie diese Globuli ab dem 14. Tag des Zyklus bis zum Eintritt der Blutung.

Haben Sie stattdessen mit PMS-Symptomen wie Schlaflosigkeit, Erschöpfung, starken Kopfschmerzen oder Migräne, Sehstörungen und Schwindelgefühlen, weinerlicher Stimmung und Spannungsschmerzen in der Brust zu kämpfen, kann Cyclamen D6 Abhilfe schaffen. Verwenden Sie davon zweimal täglich fünf Globuli vom 14. Zyklustag bis zum Einsetzen der Periode.

Manche Frauen verspüren vor der Monatsblutung auch erkältungsähnliche Symptome und Kopfschmerzen, sind müde und gereizt. Hier hilft Magnesium carbonicum D12. Zweimal täglich fünf Kügelchen einnehmen – vom 14. Tag des Zyklus bis zum Eintritt der Blutung.

 

Homöopathie bei Regelschmerzen

Während der Monatsblutung sind die starken Bauchschmerzen meist das größte Problem der betroffenen Frauen. Doch auch diese können sich unterschiedlich äußern und verschiedene Begleiterscheinungen haben, die dementsprechend auch individuell behandelt werden sollten.

  • Bei krampfartigen Schmerzen, die durch Wärmezufuhr geringer werden, sollten Sie am ersten Tag stündlich fünf Magnesium phosphoricum D4-Globoli einnehmen. Danach reichen drei bis viermal täglich fünf Globoli, bei Besserung dürfen Sie weiter reduzieren.
  • Bei kolikartigen Schmerzen, die sich durch Wärme bessern, dunkler Blutung, Blähungen, Erbrechen, Gereiztheit und großer Schmerzempfindlichkeit helfen Chamomilla D6. Nehmen Sie anfangs stündlich fünf Globuli ein, danach nur noch drei bis viermal täglich fünf Kügelchen.
  • Veratrum album D6 hilft bei starken Regelschmerzen mit Kreislaufproblemen, Ohnmachtsneigung, kaltem Schweiß, Übelkeit, Erbrechen und wässrigem Durchfall. Auch hier sollten Sie am ersten Tag jede Stunde fünf Kügelchen schlucken und dann den Einnahmerhythmus auf drei- bis viermal täglich reduzieren.
  • Leiden Sie bereits vor dem Einsetzen der Blutung unter heftigen, krampfartigen Schmerzen, die bis in die Beine ziehen, Kreislaufschwäche und Nervosität, kann Viburnum opulus D4 helfen. Davon am ersten Tag stündlich 5 Kügelchen einnehmen, dann auf drei- bis viermal täglich reduzieren.