Tipps gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

Was tun gegen Hitzewallungen? Was hilft? Während der Wechseljahre stellen sich die Hormone der Frau um: Sie wechselt von der Geschlechtsreife ins Senium (Alter). Dabei bildet der Körper immer weniger Östrogene, was vielen Frauen zu schaffen macht. Typische Beschwerden der Wechseljahre sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schwindelanfälle. Um dem vorzubeugen, wird meist eine Hormontherapie eingesetzt. Gegen akute Hitzewallungen und Kreislaufprobleme helfen jedoch auch ein paar einfache Tipps und bewährte Mittel aus der Natur.

1. Mehr Sport treiben

Walken, Radfahren, Spazierengehen, Wandern: Das stabilisiert den Blutdruck und stärkt Herz, Kreislauf, Blutgefäße und Muskulatur – und hält auch den Temperaturregler im Gehirn besser im Gleichgewicht.

2. Öfter warm-kalt duschen

Über die Badewanne beugen, mit kaltem Wasser an der Außenseite der rechten Hand beginnen, den Arm hoch bis zur Schulter, dann an der Innensite zurück, Danach den linken Arm. Auch Wechselduschen, warm-kalte Fußbäder - mehrmals pro Woche je fünf Minuten warm(38 Grad), zehn Sekunden kalt (10 Grad), immer mit kalt aufhören. Oder wassertreten, das geht auch in der Badewanne: In kaltem Wasser bis eine Handbreit unter der Kniekehle 20 bis 60 Sekunden auf der Stelle treten. Bei jedem "Schritt" ein Bein vollständig aus dem Wasser heben.

3. Kaffee nur in Maßen

Koffein und Alkohol (ebenso Nikotin) können den Östrogenspiegel absenken und damit den Temperatur-Regler irritieren. Wer Hitzewallungen hat, sollte also Kaffee und Alkohol auf eine Tasse bzw. ein Glas reduzieren und möglichst überhaupt nicht rauchen.

4. Leicht ernähren

Viel frisches Obst - auch als Saft - frische Kräuter. Vollkorn- und Milchprodukte, wenig rotes Fleisch, wenig Fett, und wenn Pflanzenfett, etwa Oliven- oder Rapsöl. Und: mindestens zwei Liter am Tag trinken - am besten Mineralwasser, ungesüßten Früchtetee oder Saftschorle 50:50. Zusammen mit Bewegung baut leichte Kost Übergeweicht ab, wirkt ausgleichend auf alle Körperfunktionen und reduziert so auch die Hitzewallungen.

5. Naturmittel nutzen

Nicht bei jeder Frau wirkt alles gleich. Traubensilberkerze hilft übrigens auch bei anderen Beschwerden wie Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen. Wichtig ist, die Mittel wie Rotklee, Mönchspfeffer und Co immer einige Wochen lang einzusetzen. Mehrere Präparate gleichzeitig zu nehmen wäre nicht gut. Salbeitee lässt sich jedoch mit allem kombinieren.

Sechs bewährte Naturmittel

  • Traubensilberkerze: Die Extrakte aus dem Wurzelstock dieser Pflanze zählen zu den Pflanzenöstrogenen. Sie wirken wie körpereigene Östrogene - ohne Nebenwirkungen wie Hormonpräparate.
  • Mönchspfeffer: Das Pflanzenpräparat hilft vor allem zu Beginn der Menopause, wenn der Zyklus noch nicht endgültig aufgehört hat. Es regt die Produktion von Progesteron an und aktiviert die Eierstöcke.
  • Soja: Asiatische Frauen kennen kaum Wechseljahrsbeschwerden. Vermutlich weil sie viel Soja essen. Offenbar wirken Soja-Isoflavone wie Pflanzen-Östrogene. Dosierung: mindestens 60mg pro Tag.
  • Rotklee: Die bei uns heimische Pflanze liefert ebenfalls pflanzliche Hormone. Sie enthält ähnliche Stoffe wie Soja.
  • Johanniskraut: Sind die Hitzewallungen mit depressiven Stimmungen verbunden, ist Johanniskraut hilfreich. Es muss täglich eingenommen werden, wirkt aber erst nach ein paar Wochen.
  • Salbei: Geht es vor allem ums Schwitzen, ist Salbei hilfreich. Als Tee kurmäßig drei bis vier Wochen (täglich 2 Tassen) trinken - warm ohne Zucker und schluckweise. Für akute Schweißausbrüche sind Fertigpräparate besser.

Allgemeines zum Thema