Bewegung und Herz-Kreislauferkrankungen

Bewegung gegen Herzinfarkt und Schlaganfall

Der Einfluss von Bewegung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt mittlerweile als gesichert. So führt kontinuierliche körperliche Aktivität zu einem Schutzeffekt gegenüber Herz-Kreislauf-Krankheiten, die nach wie vor die Haupttodesursache in den fortgeschrittenen Industriegesellschaften darstellen.

Angemessene Bewegungsaktivität beeinflusst insbesondere die Eintrittswahrscheinlichkeit der koronaren Herzerkrankung günstig – ihre Schutzwirkung ist dabei weitgehend unabhängig von anderen Faktoren: Körperlich Aktive erleiden nicht nur deshalb weniger Herzinfarkte, weil sie meist weniger rauchen, sondern insbesondere durch die Bewegung selbst. Die gesundheitliche Effektstärke körperlicher Bewegung ist dabei mindestens so groß wie der Gesundheitseffekt durch Nichtrauchen.

Auch im Hinblick auf das Erleiden eines Schlaganfalls zeigt sportliche Aktivität schützende Wirkungen. Zurückzuführen ist der positive Einfluss darauf, dass regelmäßige Bewegung die Funktionsökonomie des Herz-Kreislauf-Systems verbessert. Das beugt wiederum Arteriosklerose und der Entstehung von Bluthochdruck vor.

Bewegung hilft Koronarpatienten und Übergewichtigen

Zudem regt insbesondere moderater Ausdauersport den Fettstoffwechsel an und kann damit Übergewicht vermindern. Die positiven Effekte moderaten Ausdauertrainings stellen sich dabei weitgehend unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Status der Person ein.

Es sind keine sportlichen Höchstleistungen erforderlich, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Schon der regelmäßige tägliche Spaziergang besitzt eine wirksame Präventionsfunktion. Darüber hinaus belegen Untersuchungen einen positiven Einfluss von abgestimmten Sport- und Bewegungsprogrammen bei Menschen, die bereits an einer Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

So zeigen Studien, dass bei Herzinfarktpatienten das Sterblichkeitsrisiko mit Hilfe von Bewegungsmaßnahmen signifikant gesenkt werden kann – so wird die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Infarkt und weitere Komplikationen gesenkt und die allgemeine Befindlichkeit gebessert. Deshalb wird Betroffenen auch die Teilnahme an einer sogenannten Koronarsportgruppe empfohlen.