Sport im Binnengewässer

Sommersport im Binnengewässer

Beim Wasserskifahren wird man, verbunden mit einer Leine, von einem Boot übers Wasser gezogen. Auch wenn die eigentliche Bewegungsarbeit vom Boot geleistet wird, kommen beim Wasserskifahren recht viele Muskeln zum Einsatz. Dabei werden vor allem sogenannte statische und nachgebende Trainingsreize gesetzt, sodass Anfänger nach dem ersten Mal oft einen derben Muskelkater spüren. Ansonsten ist das Verletzungsrisiko gering, da man hierzulande eher mit geringem Tempo fährt.
Eine Weiterentwicklung des Wasserskis ist das Wakeboarden. Der Fahrer steht dabei – im Unterschied zu klassischen Wasserski – seitlich zur Fahrrichtung. Fortgeschrittene Fahrer lassen sich dabei von einem Schnellboot ziehen.

Rudern als Sport im Sommer

Beschaulicher geht es beim Rudern sowie dem Kanu- oder Kajakfahren zu. Alle drei Sportarten wollen jedoch erlernt sein, denn sonst dreht man sich permanent im Kreis oder aber man wird zum Gefahrenherd für den Schiffsverkehr und damit auch für sich selbst. Wichtig ist auch, dass man nicht aus dem "runden Rücken" zieht. Einführungskurse findet man bei entsprechenden Sportvereinen, wo man gegen Gebühr passende Boote ausleihen kann.

Im Unterschied zur weitverbreiteten Meinung werden bei den "Paddelsportarten" nicht nur die oberen Muskelpartien beansprucht. Beim Rudern beispielsweise kommen 70 Prozent der Kraft aus den Beinen. Es handelt sich also im besten Sinne um Ganzkörpersportart. Einige Kanusportvereine haben mittlerweile auch Rafting im Angebot.

 

Rafting versus Angeln

Rafting ist eine Action-Sportart, die meistens in Gruppen durchgeführt wird, wobei man in einem Schlauchboot mehr oder weniger reißende Flüsse hinunterfährt. Aufgrund verschärfter Sicherheitsmaßnahmen hat sich beim Rafting das Unfallrisiko in den letzten Jahren deutlich verringert und man hat auch Kompromisse mit Naturschützern und Anglern gefunden, die ihre Interessen durch die Wildwasserkanuten behindert sahen.

Geht es beim Rafting eher um Action, schaffen sich die Petrijünger mit der Ruhe beim Angeln vielmehr Oasen der Ruhe und Beschaulichkeit. Hierzulande ist das Angeln normalerweise nur nach absolvierter Fischerprüfung gestattet, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kann die Rute aber auch – ohne Eignungstest – nach dem Kauf eines befristeten Touristenfangscheins ausgeworfen werden.

 
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