Speedminton®
Eine aktuelle Trendsportart erobert von Deutschland aus den ganzen Globus – Speedminton® oder auch Speed Badminton genannt. Speedminton® ist eine Sportart mit hoher Geschwindigkeit und setzt sich aus verschiedenen Elementen aus Badminton, Tennis und Squash zusammen.
Badminton, Tennis und Squash zählen mit zu den beliebten Klassikern unter den Rückschlagspielen. Nun sorgt Speedminton®, eine Kombination aus diesen drei Sportarten, für Begeisterung bei Jung und Alt. Das Praktische an Speedminton® ist seine Vielseitigkeit. Dieser Sport lässt sich sowohl in der Halle als auch im Freien spielen, nach festen Regeln in einem abgesteckten Spielfeld oder auch als Freestyle-Variante auf Feldern, Wiesen, Straßen oder sogar von Hausdach zu Hausdach. Gespielt wird mit Schlägern, die dem Squash-Schläger ähneln und Rackets genannt werden. Je nach Spielanforderung bestehen Rackets aus Leicht-Aluminium oder gehärteten Aluminium. Die Länge von 58cm stellt die ideale Basis für die Ballkontrolle, Treffsicherheit und Wendigkeit dar. Das Griff-Zentrum eines Rackets liegt durch die Länge in einem sogenannten Schwingungsknoten, weshalb ein sehr armschonendes Schwingungsverhalten ausgeübt wird. Für Kinder gibt es eigene Rackets. Die Bälle haben den Namen Speeder, was daran liegt, dass sie durch ihr Material an hoher Geschwindigkeit gewinnen können, nämlich bis zu 290 km/h. Speeder sind kleiner und schwerer als herkömmliche Federbälle, sodass sie auch schneller und weiter fliegen können. Während des Spiels kann ein Speeder bis zu 30m Schlagweite erzielen.
Spielregeln
Der sogenannte Court, das Spielfeld, weist an allen Seiten jeweils 5,5m auf, die Distanz zum anderen Spielfeld beträgt 12,8m. Idealerweise kann ein Tennisplatz für das Speedminton® abgesteckt und genutzt werden, bei schlechtem Wetter eine Tennis- oder Mehrzweckhalle. Ein Speedminton® Match besteht aus 3, maximal 5 Sätzen und endet pro Satz mit 16 Gewinnpunkten. Steht es 15:15, dann geht der Spielsatz in die Verlängerung, entscheidend für einen Sieg sind zwei Punkte Vorsprung. Der erste Aufschlag und die Wahl der Spielfeldseite werden zunächst per Los entschieden. Der Spieler lässt den Speeder in Hüfthöhe aus seiner Hand fallen und schlägt ihn dann mit dem Racket zum Gegner. Jeder Spieler darf drei Aufschläge nacheinander ausführen, dann findet ein Wechsel statt. Nach jedem Satz folgt übrigens ein Seitenwechsel.
Punkte
Beim Speedminton® wird gepunktet, wenn:
- der Aufschlag nicht gemäß der Vorschrift gelingt.
- der Speeder auf den Boden im Spielfeld landet.
- der Speeder ins Aus geschlagen wird.
- der Speeder den Körper berührt.
- der Speeder zweimal hintereinander geschlagen wird.
Wenn ein Spieler, den Speeder zurückschlägt, obwohl sich dieser außerhalb des Spielfelds befindet, gilt der Speeder als angenommen.
Speedminton® im Doppel
Im Speedminton® kann neben dem Einzel auch die Variante Doppel gespielt werden. Die Regeln vom Einzel gelten dann auch hier, wobei das Spielfeld bei einem Doppel nochmals unterteilt wird. Es gibt dann innerhalb eines Spielfelds einen Vor- und einen Rückraum, bei jedem Aufschlagwechsel müssen dann auch die Positionen innerhalb des Spielfelds getauscht werden.
Viel Bewegung, viel Spaß
Mit Speedminton® kommt der ganze Körper in enorme Bewegung und Schwung. Denn durch die enorme Schnelligkeit eines Speeders erhält das komplette Spiel ein hohes Tempo. Es ist ein idealer Sport für draußen und drinnen. Wer Speedminton® am Strand spielen möchte, muss sich nicht vor Wind und Wetter fürchten. Spezielle Windringen können über die Schlagkappen der Speeder gerollt werden, sodass ein Match auch bei Wind im freien durchgeführt werden kann. Echte Speedminton® Fans spielen ihr Lieblingsspiel übrigens auch in der Nacht. Denn es gibt spezielle Nightspeeder, die durch ein Knicklicht, welches sich in der fluoreszierenden Schlagkappe befindet, zum Leuchten gebracht werden können und dann wie kleine Sternschnuppen durch den Nachthimmel flimmern. Übrigens: Durch das schnelle Spiel, wird beim Speedminton® nicht nur Kondition trainiert und Muskeln aufgebaut, sondern der komplette Körper geformt.
Autor/Quelle: Sabrina Haas
