Sauna mit Erkältung?

Mehr als 30 Millionen Deutsche gehen regelmäßig in die Sauna. In einer Umfrage des Deutschen Saunabundes gaben 74 Prozent der Befragten an, sich dadurch körperlich abhärten zu wollen. Tatsächlich lässt sich die gesundheitsfördernde Wirkung von Saunagängen belegen: Untersuchungen konnten zeigen, dass sich die Zahl der grippalen Infekte nach einem Vierteljahr halbiert, wenn man wöchentlich in die Sauna geht. Die Erklärung des Phänomens: Schwitzkuren trainieren das Wärmeregulationssystem des Körpers. Durch das Wechselspiel von Wärme und Kälte werden die Blutgefäße in der Haut und in den Schleimhäuten der Atemwege stimuliert und der Körper lernt, sich an unterschiedliche Temperaturen besser anzupassen. Wärmeverlusten in kalter Umgebung wird vorgebeugt und Erkältungsviren können besser abgewehrt werden.

Immunsystem rechtzeitig stärken

Gerade in der kalten Jahreszeit lauern die Erreger dort, wo viele Menschen auf einander treffen: im Büro, im Bus oder im Supermarkt. Hier haben sie leichtes Spiel: überheizte, schlecht durchlüftete Räume in Kombination mit kalten, nassen Wetter sind eine zusätzliche Belastung für den Organismus.

Umso wichtiger ist es, sein Immunsystem rechtzeitig auf Vordermann zu bringen. Vorbeugend und stärkend wirken neben regelmäßigen Saunagängen, Bewegung, eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und viel Flüssigkeit. Doch was, wenn trotz Vorbeugung die Erkältungsviren einmal zuschlagen? In dem Fall sind anstrengende Bewegung und Saunagang tabu.

Sauna als Prophylaxe

Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Saunagänger bereits nach acht bis zwölf Wochen deutlich seltener an einer Erkältung erkranken. Die hohen Temperaturen bewirken eine stärkere Durchblutung des Nasen-Rachen-Raums. Somit können sich dort mehr Abwehrzellen sammeln, die Krankheitserreger abfangen.

Tipps für den Saunagang

Bestimmte Regeln sollten Saunagänger unbedingt beachten:

  • Ein Saunagang sollte nicht länger als 12 bis 15 Minuten dauern.
  • Zwei bis drei Wiederholungen genügen.
  • Der Saunabesuch sollte etwa ein- bis zweimal pro Woche erfolgen.
  • Auf die Wärme sollte ein kurzer Kaltreiz folgen.

Damit der Körper durch den Kältereiz nicht aus-, sondern nur abkühlt, sind kurze Erfrischungsphasen zum Beispiel durch eine Schwallbrause besser als ein längerer Aufenthalt im Wasser. Wichtig ist vor allem, das Saunieren nicht als Pflichtprogramm zu betrachten, sondern sich dabei wohlzufühlen, sich ausreichend Zeit zu nehmen und es zu genießen.

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Erkältet ins Schwitzbad?

Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen sind die ersten Anzeichen einer Erkältung. Zu diesem Zeitpunkt sollte man mit Saunabesuchen vorsichtig sein. Wenn die Erkältung weit fortgeschritten ist, sollte man lieber auf den Saunagang verzichten. Denn bei einer Erkältung gilt Schwitzen zwar als gesund. Doch die Belastung durch die Schwitzkur kann in dieser Situation für das Herz-Kreislauf-System zu hoch sein.

In diesem Fall sollte man die Symptome der Erkältung durch die gängigen Methoden bekämpfen: Warm einpacken, viel trinken, frische Luft und Vitamine sind bei einer Erkältung besonders wichtig. Wenn die Erkältung von Fieber begleitet wird, unterstützen fiebersenkende Mittel den Organismus bei einer schnellen Genesung. Die Sauna sollten Sie dann erst wieder besuchen, wenn die Erkältung abgeklungen ist.