Pickel schnell loswerden

Vor allem während der Pubertät, häufig aber auch noch danach, werden wir immer wieder von lästigen Pickeln geplagt. Die Hautunreinheiten können an den unterschiedlichsten Stellen auftauchen: im Gesicht, am Rücken, im Ohr, am Po oder im Intimbereich. Lesen Sie hier was Sie tun können, um lästige Pickel möglichst schnell wieder loswerden. Zudem geben wir Tipps, welche Hausmittel gegen Pickel wirklich helfen und was Sie tun können, um Hautunreinheiten vorzubeugen.

Pickel: ausdrücken oder nicht?

Generell gilt, dass man Pickel besser nicht ausdrücken sollte. Ansonsten können Bakterien in die Wunde gelangen und diese kann sich entzünden. Dadurch kann es passieren, dass eine Narbe zurück bleibt. Da sich viele Menschen mit Pickeln im Gesicht unwohl fühlen, wird häufig trotzdem an Pickeln herumgedrückt. Dann ist es besonders wichtig, auf eine sorgfältige Hygiene zu achten, um eine Entzündung zu vermeiden.

Vor dem Ausdrücken des Pickels sollte das Gesicht sorgfältig gewaschen werden und von Make-Up und Schmutz befreit werden. Am besten waschen Sie das Gesicht mit warmem Wasser, dadurch öffnen sich die Poren. Noch besser ist es, vor dem Ausdrücken ein kurzes Dampfbad mit heißem Wasser oder heißem Kamillentee zu nehmen. Waschen Sie sich vor dem Ausdrücken des Pickels zudem gründlich die Hände – auch so können Infektionen vermieden werden.

Desinfizieren Sie anschließend eine Nadel und pieksen Sie damit den Pickel leicht an. Besser geeignet zum Ausdrücken sind ein Komedonenquetscher oder ein Mitesserentferner aus der Apotheke. Nehmen Sie nun ein Kosmetiktuch oder ein antibakterielles Gesichtsreinigungstuch und drücken Sie mit den Fingern leicht seitlich unter dem Pickel. Hören Sie auf, sobald eine klare Flüssigkeit oder Blut austritt. Tupfen Sie anschließend etwas antibakterielles Gesichtswasser auf die behandelte Stelle.

Pickel und Mitesser

Ein Pickel entsteht, wenn eine Pore durch den von den Talgdrüsen abgesonderten Talg verstopft. Normalerweise wird dieser durch den Haarkanal an die Hautoberfläche transportiert und schützt so die Haut vor Austrocknung und schädlichen Umwelteinflüssen. Ist die Talgdrüse verstopft, sammeln sich jedoch Talg und tote Hautzellen in der Pore an. Meist ist eine erhöhte Talgproduktion, die durch eine verstärkte Ausschüttung von bestimmten Hormonen hervorgerufen wird, der Auslöser.

Eine geschlossene Pore, hinter der sich Talg und tote Hautzellen sammeln, nennt man Mitesser – oder genauer: einen geschlossenen Weißkopf. Sammelt sich immer mehr Talg an, bricht durch den Druck irgendwann der Pfropf am oberen Ende des Kanals auf und das Talg-Haar-Gemisch dringt an die Oberfläche. Diese Form des Mitessers wird als offener Schwarzkopf bezeichnet, da sich das Gemisch an der Luft schwarz verfärbt.

Mitesser treten insbesondere während der Pubertät auf, wenn die Talgdrüsen durch die erhöhte Talgproduktion der Haut verstopfen. Sie sollten auf keinen Fall ausgedrückt werden, da ansonsten Bakterien in tiefere Hautschichten gelangen und dort eine Entzündung hervorrufen können. Häufig ist ein Abszess die Folge einer solchen Entzündung.

Ein Pickel entsteht, wenn ein geschlossener Weißkopf sich nicht öffnet. Dann können sich Bakterien in dem Haut-Talg-Gemisch ansiedeln und das Gewebe angreifen. Der Körper wehrt sich gegen die Bakterien indem er versucht, diese durch Eiter abzusondern. Durch die Eiteransammlung in der Pore entsteht ein Pickel.

Pickel im Intimbereich und am Po

Pickel treten häufig nicht nur im Gesicht und am Rücken, sondern auch an unangenehmen Stellen wie im Intimbereich oder am Po auf. Pickel im Intimbereich entstehen besonders häufig nach dem Rasieren. Um der Entstehung von Pickeln im Intimbereich vorzubeugen, sollten Sie zum Rasieren stets Rasierschaum verwenden. Entfernen Sie die Haare außerdem immer in Wuchsrichtung. Cremen Sie die betroffenen Stellen nach dem Rasieren vorsichtig mit einer Pflegelotion ein – auch so können Sie der Entstehung von Pickeln vorbeugen.

Genau wie im Intimbereich sind auch Pickel am Po äußerst unangenehm. Hier können sich auch Pickel unter der Haut bilden – sogenannte Abszesse. Häufig sind Pickel am Po besonders unangenehm, da sie beim Sitzen aufgerieben werden und sich dadurch entzünden. Pickel am Po lassen sich genauso wie an den übrigen Körperstellen behandeln. Wenn Ihnen die Pickel starke Beschwerden bereiten oder diese eingeschlossen unter der Haut liegen, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen.