Colitis ulcerosa

Das, worüber sich die meisten Menschen am liebsten gar keine Gedanken machen, ist für Colitis-ulcerosa-Patienten ein zentraler Faktor in ihrem Leben: die Darmtätigkeit. Diese ist durch einen chronischen Entzündungsprozess eingeschränkt, was zu zahlreichen unangenehmen, zum Teil gefährlichen Symptomen führt. Die Colitis ulcerosa wird wie die Crohn-Krankheit zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gezählt.

Colitis ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung

Beide Krankheitsbilder äußern sich durch ähnliche Beschwerden, unterscheiden sich aber darin, welche Darmabschnitte und Gewebsschichten befallen sind, sowie in ihrer Prognose. Von 100.000 Einwohnern erkranken in Deutschland pro Jahr etwa 10 Personen an einer der beiden Krankheiten. Betroffen sind dabei vorwiegend Menschen im dritten sowie im siebten Lebensjahrzehnt. Obwohl die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weltweit auftreten, kommen sie häufiger in den westlichen Industrienationen vor.

Eine angepasste Ernährung bei Colitis ulcerosa ist wichtig für den Verlauf und das Leben mit dieser chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED).

Colitis ulcerosa: Symptmoe und Beschwerden

Die Colitis ulcerosa (ulzerative Kolitis) ist gekennzeichnet durch einen schubweisen oder ständigen Entzündungsprozess der Dickdarmschleimhaut (Kolitis), der meist im Enddarm beginnt und sich bei bis zu 20 Prozent der Betroffenen nach und nach in den gesamten Dickdarm ausbreitet. Die übrigen Anteile des Magen-Darm-Trakts werden – im Gegensatz zur Krankheit Morbus Crohn – nicht befallen. Die entzündlichen Veränderungen, Abszesse, Blutungen und Geschwüre (Ulzera) beschränken sich auf die Schleimhautoberfläche, die sich mit der Zeit durch den ständigen Reiz verändert und so ihre Funktion nicht mehr richtig wahrnehmen kann.

Colitis ulcerosa: Ursachen und Auslöser

Die Ursachen sind noch immer nicht ausreichend bekannt. Man vermutet, dass Störungen des Immunsystems zu krankhaften Wechselwirkungen mit der Darmschleimhaut und so zu den Entzündungsreizen führen. Die familiäre Häufung lässt auf eine erbliche Komponente schließen. Auch Infektionen werden als Auslöser diskutiert. Während sich das Erkrankungsrisiko für die Crohn-Krankheit durch Rauchen erhöht; tritt die Colitis ulcerosa bei Rauchern seltener auf.