Durchfall - Was tun?

Jeder hat mal Durchfall – sei es aus Stress, wegen einer verdorbenen Speise oder gar im Urlaub als "Montezumas Rache". Meist verschwinden die Durchfall-Beschwerden nach einiger Zeit wieder von allein. Sie können allerdings Ihrem Körper helfen, um möglichst schnell wieder fit und den Durchfall los zu werden. Wie das möglich ist, verraten wir in diesem Artikel.

Was ist Durchfall?

Von Durchfall oder Diarrhoe spricht man, wenn häufiger als dreimal am Tag ungeformte, breiige oder wässrige Stühle auftreten. Ursache hierfür sind z.B. Krankheitserreger oder Gifte, die die Darmschleimhaut besiedeln oder ihre Zellen schädigen. So kann die Schleimhaut nicht mehr ihrer Aufgabe nachkommen, Wasser aus dem Nahrungsbrei aufzunehmen – der Nahrungsbrei ist flüssiger als gewöhnlich.

Bei dem Versuch des Körpers, die schädlichen Eindringlinge möglichst schnell wieder auszuscheiden, verliert er noch mehr Wasser und Elektrolyte (Mineralsalze). Bei akutem Durchfall dauern die Beschwerden einige Tage, bei chronischem Durchfall treten die Symptome über mehrere Wochen immer wieder kurz hintereinander auf.

Welche Ursachen kann Durchfall haben?

Es gibt verschiedenste Ursachen, die unsere Darmflora stören und dadurch zu Durchfall führen können. Neben Infektionen können zum Beispiel Medikamente oder verdorbene Speisen ursächlich sein.

  • Durchfall durch Infektionen:
    Etwa ein Drittel aller Fälle von Durchfall wird durch Viren ausgelöst, z.B. durch Adenoviren, Rotaviren oder Noroviren. Daneben können auch krankheitserregende Bakterien unseren Darm stressen und so Durchfall hervorrufen.
    So wird Reisedurchfall häufig durch Kolibakterien ausgelöst, andere bakterielle Erreger sind Salmonellen, Shigellen und Yersinien. Die so genannte Amöben-Ruhr wird hingegen durch einen einzelligen Parasiten verursacht, der z.B. bei Fernreisen in die Tropen eine Gefahr darstellt.
  • Durchfall durch Medikamente:
    Einige Medikamente können als eine der Nebenwirkungen Durchfall verursachen. Gerade Antibiotika, die ja eigentlich schädliche Bakterien beseitigen sollen, haben die Nebenwirkung Durchfall. Denn sie wirken nicht nur auf die "bösen" krankheitserregenden Keime, sondern auch auf die "guten" Bakterien, die im Darm unsere Verdauung und unser Immunsystem unterstützen.
    Auch der übermäßige Gebrauch von Abführmitteln kann zu Durchfall führen. Bei einer Behandlung mit Zytostatika, z.B. bei einer Krebstherapie, ist Durchfall ebenfalls eine häufige Nebenwirkung.
  • Durchfall durch Gifte:
    So manche Durchfallerkrankung wird nicht durch Bakterien selbst, sondern durch giftige Stoffwechselprodukte der Bakterien erzeugt. So entstehen z.B. Lebensmittelvergiftungen durch bestimmte Staphylokokken oder Clostridien. Auch die Schwermetalle Quecksilber oder Blei können die Verdauung stören, was zu Durchfall führen kann.
  • Durchfall wegen einer Nahrungsmittelallergie:
    Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel können sich ganz verschieden äußern – ein häufiges Symptom ist Durchfall. Dadurch kann die Ernährung bei Durchfall, aber auch vor und nach einer Durchfallerkrankung eine wichtige Rolle spielen.
  • Durchfall durch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen:
    Bei chronischen Entzündungen des Darms tritt ebenfalls oft Durchfall auf. Zu diesen Erkrankungen gehören der Morbus Crohn, das Reizdarmsyndrom oder die Colitis ulcerosa. Bei diesen Erkrankungen ist die Darmschleimhaut durch die Entzündung dauerhaft geschädigt und kann der Wasseraufnahme aus dem Nahrungsbrei nur sehr eingeschränkt nachkommen, so dass Durchfall eine Folge sein kann.
  • Durchfall wegen Stress:
    Stress kann sich auf den gesamten Magen-Darm-Trakt auswirken – gerade bei einer schwierigen Prüfung oder vor einem wichtigem Vortrag leiden viele Menschen nicht nur unter feuchten Händen oder Nervosität, sondern auch unter Darmbeschwerden, die Durchfall mit sich bringen können.