Radel-Tipps bei Gelenkschmerz und Arthrose

Bewegung ist das A und 0 in der Therapie von Gelenkschmerzen. Eine der besten Aktivitäten ist Fahrrad fahren. Es kann die Bewegungsschmerzen lindern und die Gelenke mobilisieren. Bevor Sie los fahren, sollten Sie Ihr Rad jedoch richtig einstellen, schmerzfrei sein und dann die richtige Trittfrequenz wählen. Die Initiative "Stark gegen den Schmerz" gibt Tipps zur Gelenk schonenden Sportart Radfahren - damit es für Sie bald heißt: Gang rein, Gelenkschmerz raus!

Radfahren trotz Arthrose

Regelmäßiges Radfahren ist gesund. Denn die Bewegungen beim Radfahren können die Haltemuskulatur stärken und helfen, mehr Gelenkflüssigkeit zu produzieren. Diese wirkt als Schmiere und sorgt normalerweise für ein reibungsloses Aneinander-entlang-Gleiten der Gelenkflächen; Radfahren ist vor allem für Ihre Knie besonders schonend, da sie nicht das volle Körpergewicht tragen müssen.

"Wenn Sie aufs Rad steigen, sollten Sie auf eine richtige Haltung und die optimale Trittfrequenz achten, sonst schadet eine Radtour mehr, als sie den Gelenken nützt. Und fahren Sie ohne Schmerzen!" sagt Prof. Dr. Josef Zacher, Orthopäde und Vorstandsvorsitzender der Initiative "Stark gegen den Schmerz".

Was ist beim Radfahren zu beachten?

  • Sattelhöhe einstellen: Wenn Sie auf dem Sattel sitzend mit ausgestrecktem Bein das untere Pedal mit der Ferse erreichen, sitzen Sie richtig.
  • Richtig treten: Der ideale Auflagepunkt der Füße auf dem Pedal liegt zwischen Ballen und Mittelfuß.
  • Lenkerhöhe einstellen: Justieren Sie den Lenker so, dass er höher als der Sattel steht. Die aufrechte Haltung belastet den Bewegungsapparat am wenigsten.
  • Gang wählen: Ihr Fahrrad sollte mit vielen Gängen ausgerüstet sein. Wählen Sie bevorzugt kleine Gänge!
  • Trittfrequenz: Die ideale Trittfrequenz beim Radfahren liegt bei 80-100 Pedalumdrehungen pro Minute. Die schnelle Trittabfolge bei mäßigem Krafteinsatz verhindert eine Überbelastung Ihrer Gelenke und Muskeln.
  • Wattzahl beim Ergometer: Stellen Sie den Hometrainer oder das Ergometer auf einen niedrigen Leistungswert zwischen 25 und 50 Watt ein. Grundsätzlich gilt bei Gelenkschmerzen: kleine Wattzahl, hohe Trittfrequenz.
  • Schalten mit Handarthrose: Sollten Sie unter einer Finger- oder Handarthrose leiden, ist eine Griffgangschaltung zu empfehlen, die als Rädchen am inneren Ende des Griffs befestigt ist. Eine leichte Drehung reicht aus, um zu schalten und Ihre Finger zu schonen. Eine weitere - allerdings nicht ganz billige - Alternative ist die Tretlagerschaltung. Damit werden die Gänge gewechselt, indem Sie den Kurbelarm mit der Ferse antippen.
  • Schmerzfrei fahren: Radfahren sollten Sie nur in schmerzfreien Phasen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt und fragen Sie nach einer wirksamen und gut verträglichen medikamentösen Schmerztherapie, die Ihnen die Freude an der Bewegung erlaubt.