Alltagshilfen für Ältere

Wenn im Alter die Beweglichkeit und Sinne nachlassen, können spezielle Alltagshilfen dies ausgleichen. Viele sind auch schon für Jüngere praktisch. Nur ein Drittel der 50- bis 80-Jährigen hat keine nennenswerten Probleme beim Umgang mit Haushaltsgegenständen, so das Ergebnis einer Umfrage. Schon an Dosenöffnern drohen 38 Prozent der Befragten zu scheitern, ein Viertel liegt im ständigen Clinch mit dem Korkenzieher, die Tücken von Gemüsereiben und Bügelbrettern kritisieren jeweils 12 Prozent. Nennenswerte Probleme gab es auch mit Haushaltsleitern, Saftpressen oder Mülleimern.

Bedürfnisse der Älteren

Hauptkritikpunkte: hoher Kraftaufwand, unhandlich oder schlicht "funktioniert schlecht". Den Umgang mit elektrischen Geräten monieren über 40 Prozent der Befragten. Unverständliche Bedienungsanleitungen, schlecht entzifferbare Beschriftungen oder zu kleine Knöpfe werden gerügt. Aber die Industrie ist wachsamer geworden. Nicht zuletzt durch den zunehmend höheren Altersdurchschnitt der Bevölkerung steigt auch die Nachfrage nach einfach bedienbaren Geräten. So kommen inzwischen Handys auf den Markt, mit denen man wirklich nur telefonieren kann und nicht auch noch Musik hören oder fotografieren. Ein anderes Beispiel sind Waschmaschinen, die höhergelegt sind. Es gibt Geräte, die entweder gleich höher gebaut sind oder wo ein Sockel mitgeliefert wird. Schräg gestellte Trommeln, die leichter zu befüllen sind, oder abgeschrägte Bedienblenden erhöhen den Bedienkomfort ebenso wie beleuchtete Trommeln auf der Suche nach der letzten Socke. Auch kippsichere Bleche in Backöfen gehören zunehmend zur Regel. Bei Neuanschaffungen empfiehlt es sich einen Blick in die Testberichte der Stiftung Warentest zu schauen und dann am besten selber ausprobieren. Checklisten für den Kauf von Haushaltsgeräten gibt es von der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft unter www.fachausschuss-haushaltstechnik.de.

Notrufsysteme schaffen Sicherheit

Telefone sind ebenfalls ein wichtiges Thema, wenn es um Hilfen im Alltag geht. Es gibt sie zunehmend auch mit großen Tasten und gut lesbarem Displays. Um im Bedarfsfall schnell Hilfe rufen zu können, sorgen Hausnotrufsysteme für Sicherheit. Dafür trägt man einen Funksender wie eine Armbanduhr oder ein Medaillon an einer Kette um den Hals. Auf Tastendruck wird die Verbindung zu einer Basisstation in der Wohnung und von dort weiter zu einer Rettungsleitstelle aufgebaut. Die Geräte werden entweder bei den großen Rettungsdiensten oder privaten Anbietern entliehen – bei allein lebenden Pflegebedürftigen oft auch auf Kassenverordnung. Über die Reichweite der Wohnung hinaus gehen Notruf-Handysysteme: Auch hier gibt es eine Notrufzentrale. Außerdem kann über Satellitennavigation der Standort angepeilt und bei Bedarf Hilfe geschickt werden. Natürlich kann man sich unabhängig von Notrufsystemen ein möglichst leicht bedienbares Handy anschaffen, das aber vor dem Kauf gründlich ausprobiert werden sollte. Mit einem Spezialgerät der neueren Generation kann man ebenfalls eine Notruftaste programmieren und mit einem Tastendruck bis zu 5 vorgewählte Nummern erreichen.

 
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