Bewährte Hausmittel aus der ganzen Welt

Hausmittel werden oft bei kleinen Verletzungen, Erkältungen, Halsweh oder Sodbrennen zur ersten Hilfe eingesetzt. Traditionelle Rezepte aus Großmutters Wissen sind derzeit so beliebt wie noch nie. Doch nicht nur in Deutschland werden seit Jahrhunderten Tipps zur Gesundheit und Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben.

Auf der ganzen Welt gibt es eine Vielzahl von traditionellen Rezepten, die für die Gesundheit förderlich sein sollen. Ob bei Magenproblemen, Zahnschmerzen, einer Erkältung oder etwa Sonnenbrand, mit Hilfe von Kräutern und Gewürzen wird versucht Beschwerden zu lindern. In Deutschland ist der Einsatz von Zwiebeln besonders bei Erkältungskrankheiten beleibt. Was viele nicht wissen: Der Ursprung der Zwiebel liegt in Indien und von dort sind mitsamt der Knolle zahlreiche Rezepte für die Gesundheit nach Europa gewandert. Zwiebeln strömen schwefelartige Senföle aus, denen eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird. Das ätherische Öl der Zwiebel lässt sich vielseitig einsetzen. Kleingehackt und in ein Baumwolltuch verschnürt, kann die Zwiebel bei Ohrenschmerzen, Erkältungen und Husten ihre Wirkung entfalten. Die Zwiebelsäckchen können zusätzlich per Wasserdampf erwärmt werden und somit während der Nacht durch das Ausströmen des ätherischen Öls die Beschwerden lindern. Auch bei Insektenstichen kann der Saft der Zwiebel helfen. Hierzu wird eine Zwiebel aufgeschnitten und  unmittelbar nach dem Insektenstich auf die betroffene Stelle gelegt.  Die Stichstelle wird somit direkt desinfiziert und eine strake Anschwellung und Rötung kann damit vermieden werden. Gerade bei Wespenstichen wird die Zwiebel in vielen Ländern oft zur ersten Hilfe benutzt.

Asiatisches Know-How in punkto Gesundheit

Ginseng ist in Asien beheimatet und wird dort seit Urzeiten als Allheilmittel bezeichnet und gegen vielerlei Beschwerden in der Gesundheit genutzt. Längst ist die nervenstärkende Wirkung auch in Deutschland bekannt und wird hier in Form von Tabletten und Kapseln zur Stärkung der Vitalität und Steigerung der Leistungsfähigkeit des Gehirns eingesetzt. In Nordkorea etwa werden noch heute aus den Knollen Tee und Pulver selbst zubereitet. Ginseng wird dort auch nach Vergiftungen und zur Förderung der Wundheilung verwendet. In China wird bei Magenproblemen, Kopfschmerzen und Erkältungen zu Ingwer gegriffen. Ingwer enthält zahlreiche Minerale, Vitamine und ätherische Öle. Die enthaltenen Gingerole werden in der traditionellen Chinesischen Medizin vor allem gegen Kopfweh und Migräne eingesetzt, da Gingerole von ihrer natürlichen Struktur wie das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure aufgebaut sein sollen. Dies würde dann auch die schmerzlindernde Wirkung von Ingwer erklären. Ingwer wird als Tee oder Tinktur auch bei Magenproblemen und vor allem als erstes Mittel gegen Übelkeit verwendet. Bei Sonnenbrand und Entzündungen nutzen Chinesen die Kraft der Lilien-Knolle. Die Lilien-Knolle ist reich an Lipiden, Karotinen, Vitamin B und C und wird gerne als Kraftsuppe zur Stärkung des Immunsystems serviert. Da die Lilien-Knolle der Haut Hitze entziehen kann ist sie gerade als erste Mittel gegen Sonnenbrand in China sehr beliebt.

Gesundheit am Mittelmeer

Im gesamten Mittlermeerraum wird die Zistrose als traditionelle Heilpflanze bei gesundheitlichen Problemen eingesetzt. Die Zistrose ist eine hübsche Blume mit orangen bis dunkelroten Blüten. In ihrem Blättern  besitzt sie Harz, diesem wird eine antibakterielle Wirkung nachgesagt. Aus diesem Grund wird das Harz der Zistrose gegen Bakterien, Pilze und Viren verwendet. Aus den Zweigen und Blättern der Zistrose kann Tee gewonnen werden, der auch bei Menstruationsbeschwerden mögliche Linderung bewirken kann. In Griechenland wird die Zistrose vorbeugend als Mundspülung gegen Karies genutzt. Als äußere Waschung kann das Harz der Zistrose auch bei Hautproblemen und Hautausschlägen wirksamen Nutzen zeigen. Grundsätzlich, ganz gleich in welchem Land, können Hausmittel keinen ärztlichen Rat ersetzen. Da auch Naturheilmittel unerwünschte Nebenwirkungen entwickeln können, sollten Hausmittel  gerade bei Kleinkindern und während einer Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwendet werden.