Jetzt gegen Grippe impfen lassen!

Influenza, die echte Grippe, ist in jedem Jahr ein Thema. Experten rechnen schon seit längerer Zeit mit einer neuen großen Grippewelle. Deshalb sollten sich alle Personen, die besonders gefährdet sind, im Oktober oder November wieder impfen lassen.
Zu dieser Gruppe gehören vor allem ältere Menschen und solche mit bestimmten Grundleiden. Bei ihnen kommt es im Krankheitsverlauf häufiger zu Komplikationen wie bakteriellen Lungenentzündungen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.
Daneben ist die Impfung wichtig für Personen, die beruflich oder privat mit umfangreichem Publikumsverkehr zu tun haben. Das betrifft vor allem die Gesundheitsberufe, die nicht nur ein hohes Risiko haben, selbst mit der Virusgrippe angesteckt zu werden, sondern auch, die von ihnen Betreuten anzustecken.

Wann wirkt ein Impfstoff gegen Grippe?

Natürlich wirkt der Impfstoff nicht sofort. Das Immunsystem benötigt etwa 14 Tagen, um einen vollständigen Immunschutz aufzubauen. Angst vor schweren Nebenwirkungen braucht heute niemand mehr zu haben, denn die verfügbaren Grippeimpfstoffe sind gut verträglich. Zudem kontrolliert das Paul-Ehrlich-Institut jede Impfstoff-Charge und gibt sie erst dann zur Anwendung frei.
Auch die Angst, durch die Impfung erst an Influenza zu erkranken, ist unbegründet: Influenza-Impfstoffe können auf keinen Fall selbst eine Virusgrippe auslösen, da es sich um inaktivierte Impfstoffe handelt, die nur Teile des Erregers enthalten. Allerdings darf keine Schutzimpfung vorgenommen werden, wenn eine Erkältung oder grippaler Infekt vorliegt.
Was die wenigsten wissen: Trotz der Impfung gegen das Grippe-Virus kann man immer noch die harmloseren Erkältungskrankheiten bekommen, die durch andere Erreger übertragen werden. Oft werden solche Erkältungen, die mit grippeähnlichen Symptomen einhergehen, fälschlicherweise für ein Impfversagen gehalten.Das Paul-Ehrlich-Institut gibt meistens im September den Grippeimpfstoff frei, so dass die Impfung ab diesem Zeitpunkt jederzeit möglich ist. Die Zusammensetzung des Impfstoffs unterscheidet sich von Jahr zu Jahr, deshalb wird die jährliche Wiederimpfung empfohlen. Somit kann auch garantiert werden, dass der individuelle sowie der kollektive Immunschutz so hoch wie möglich gehalten werden kann.

Wer sollte sich impfen lassen?

Impfen lassen sollten sich nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut z.B. Erwachsene und Kinder mit folgenden Grunderkrankungen:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • chronische Erkrankungen der Atemwege, z. B. Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • chronische Nierenerkrankungen
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder andere chronische Stoffwechselerkrankungen
  • chronische Blutarmut (Anämie)
  • angeborene und erworbene oder durch Behandlung bedingte Immunstörungen, d. h. nachgewiesene Abwehrschwäche

Für folgende Personengruppen ist eine Grippeschutzimpfung prinzipiell empfehlenswert:

  • Personen über 60 Jahren
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Personen, die berufsbedingt erhöhter Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Mitarbeiter in Krankenhäusern, Altenheimen oder Arztpraxen haben nicht nur ein erhöhtes Risiko selbst an der Virusgrippe zu erkranken. Sie gefährden durch eine Infektion auch ihre eigenen Patienten.

Wann sollte geimpft werden?

Die Impfung gegen Influenza ist aus medizinischer Sicht eine der wirksamsten präventiven Maßnahmen, die es gibt. Oktober und November sind als Zeitraum für die Schutzimpfung gegen Influenza (Virusgrippe) optimal - rechtzeitig bevor die jährliche Grippewelle beginnt.

Pneumokokkenimpfung

Älteren Menschen und Personen mit Grunderkrankungen empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut auch die (alle sechs Jahre zu erneuernde) Schutzimpfung gegen Pneumokokken, wichtige Erreger von Lungenentzündung und Hirnhautentzündung.