Hornhaut entfernen: So gehts!

Hornhaut entfernen mit Bürste und Kamillenbad

Hornhaut schützt unsere Hände und Füße vor Druck und Reibung. Trotz ihrer wichtigen Funktion wird Hornhaut häufig als unschön angesehen und entfernt. Beim Entfernen der festen Hautschichten kann man jedoch einiges falsch machen. Wir verraten, wie Sie Ihre Hornhaut richtig entfernen und welche Hausmittel besonders wirksam sind. Zudem geben wir Ihnen wertvolle Tipps, mit denen Sie der Entstehung von Hornhaut vorbeugen können. 

Hornhaut an Händen und Füßen

Hornhaut entsteht in erster Linie an den Händen oder den Füßen. Vor allem an den Füßen bilden sich durch das Tragen von falschem Schuhwerk sowie durch langes Stehen oder Gehen häufig unschöne Hornhautschwielen. Besonders häufig treten diese im Bereich des Ballens oder der Ferse auf.

Eine dünne Hornhautschicht an Händen und Füßen ist ganz normal, denn die festen Hautschichten schützen empfindliche Bereiche vor Druck und Reibung. Wird jedoch übermäßig viel Hornhaut gebildet, kann dies zu Schmerzen führen. Zudem können in der Folge Hühneraugen und Entzündungen entstehen. 

Falsches Schuhwerk als Ursache

Für die Entstehung von Hornhaut kommen verschiedenste Ursachen in Frage. An den Füßen spielt aber insbesondere das Tragen von falschem Schuhwerk eine entscheidende Rolle. Denn passt der Schuh nicht richtig, wirkt auf die Haut ein erhöhter Druck. Durch diesen bildet sich an der belasteten Stelle vermehrt Hornhaut. 

Vermeiden Sie deswegen möglichst Schuhe, die zu eng oder zu spitz sind. Auch Schuhe mit einem hohen Absatz sowie einer sehr dünnen oder sehr harten Schuhsolen sollten Sie möglichst vermeiden. Gleiches gilt für Schuhe, die schlecht am Fuß sitzen. Besonders wichtig ist ein bequemer, gut sitzender Schuh für Personen, die viel im Gehen oder Stehen arbeiten. 

Übergewicht als Risikofaktor

Neben dem Tragen des falschen Schuhwerks gibt es noch eine Reihe weiterer Ursachen, die zur Entstehung von Hornhaut an den Füßen führen können. Dazu gehören unter anderem Verformungen an den Füßen (z.B. Hammerzehen). Aufgrund der Verformungen lastet auf bestimmten Stellen des Fußes ein erhöhter Druck, wodurch sich an diesen Stellen Schwielen bilden können. 

Daneben können auch ein zu hohes Gewicht oder ein falscher Gang zu einer übermäßigen bzw. einseitigen Belastung des Fußes führen. Während ein erhöhtes Gewicht mit einer verstärkten Hornhautbildung einhergehen kann, hat eine einseitige Belastung des Fußes eine ungleichmäßige Hornhautbildung zur Folge. 

Schließlich kann es auch durch zu trockene Füße zu unschöner Hornhaut an den Füßen kommen. Da sich auf der Unterseite des Fußes keine Talgdrüsen befinden, trocknet die Haut hier besonders schnell aus und es kommt zu einer vermehrten Hornhautbildung. Durch die fehlende Feuchtigkeit können außerdem schmerzhafte Risse in der Hornhaut entstehen. Deswegen ist es wichtig, die Füße regelmäßig einzucremen. 

Hornhaut entfernen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, unschöne Hornhautschwielen zu entfernen. Liegt nur eine dünne Schicht vor, kann die Hornhaut meist einfach mit einer Fußfeile entfernt werden. Zunächst wird mit der groben Seite der Feile geraspelt, anschließend mit der feinen Seite nachgeglättet. Für ein optimales Ergebnis sollten die Feile auf trockenen Füßen angewendet und die Füße anschließend eingecremt werden.

Wer es lieber sanft mag und einmal etwas Neues ausprobieren möchte, sollte eine Fisch-Pediküre ausprobieren. Dabei wird die Hornhaut einfach von kleinen Fischen abgeknabbert. Das tut nicht weh, sondern kitzelt höchstens ein bisschen. Allerdings ist eine solche Behandlung etwas teurer als eine Fußfeile: Für eine Sitzung müssen je nach Dauer etwa zwischen 15 und 30 Euro eingeplant werden. 

Vorsicht bei Hornhautraspeln

Bei einer etwas dickeren Hornhautschicht wird häufig zu einer Hornhautraspel gegriffen. Diese wird ähnlich wie die Fußfeile verwendet: Zunächst wird mit der groben Seite die Hornhaut abgeraspelt, anschließend wird mit der feinen Seite die Haut nachgeglättet. 

Allerdings sind die Raspeln nicht ohne: Da sie sehr scharf sind, kann es bereits bei kleinen Fehlern in der Anwendung zu Verletzungen der Haut kommen. Gleiches gilt für elektrische Hornhautentferner – auch hier ist eine erhöhte Verletzungsgefahr gegeben. Am besten verzichten Sie deswegen auf solche Geräte und greifen besser auf sanftere Methoden zurück. 

Ist die Hornhaut sehr dick und rissig, sollten Sie einen Termin bei einer medizinischen Fußpflege (Podologe) ausmachen. Gerade rissige Hornhaut sollte nicht selbstständig entfernt werden, da durch die Risse leicht Keime in das Gewebe eindringen können. 

Salicylsäure bekämpft Hornhaut

Im Handel gibt es viele Cremes, denen ein hornhautreduzierender Effekt nachgesagt wird. Nachgewiesenermaßen wirkungsvoll sind Produkte mit Saliylsäure – vor allem Pflaster oder Lösungen mit hochkonzentrierter Salicylsäure. Solche Produkte sind zwar in jeder Apotheke erhältlich, für den Hausgebrauch aber nur bedingt geeignet. Sie gehören eher in die Hände eines Podologen. 

Egal, ob Sie ein saliylsäurehaltiges Produkt wählen oder sich lieber eine Fußfeile kaufen: Achten Sie darauf, immer nur die oberste Hornhautschicht zu entfernen. Ansonsten können Verletzungen und Schädigungen auftreten. 

Hornhaut mit Hausmitteln entfernen

Ein Bimsstein darf in keinem Haushalt fehlen – doch bevor Sie die Hornhaut damit entfernen, sollten Sie ein Fußbad nehmen. Geben Sie dem Wasser wahlweise etwas Apfelessig, Kamille, Teebaumöl oder Aloe-Vera-Saft bei. Nach dem Einweichen können Sie die obersten Hornhautschichten dann ganz einfach mit dem Bimsstein wegrubbeln. Bei hartnäckigen Beschwerden können Sie die harten Stellen zusätzlich mehrmals täglich mit etwas Teebaumöl oder Apfelessig einreiben. 

Zu den typischen Hausmitteln gegen Hornhaut zählt auch das Kamillenpäckchen. Geben Sie dafür einen Esslöffel Kamillenblüten auf ein Leinentuch und umwickeln Sie die Blüten mit dem Tuch. Übergießen Sie das Päckchen anschließend mit wenigen Esslöffeln kochendem Wasser, so dass das Tuch vollständig durchtränkt ist. Drücken Sie es anschließend 15 Minuten lang auf die betroffene Stelle. Ist die Hornhaut weich geworden, können Sie sie mit einem Bimsstein vorsichtig entfernen. 

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Hornhaut vorbeugen

Unsere Füße werden jeden Tag stark beansprucht, trotzdem kommen sie bei der Pflege oft zu kurz. Häufig wird ihnen erst Beachtung geschenkt, wenn der Sommer vor der Tür steht. Dabei kann durch das regelmäßige Pflegen der Füße der Bildung von Hornhaut vorgebeugt werden. Wir geben Ihnen sechs Tipps, mit denen Sie die Entstehung von Hornhaut leicht verhindern können: 

  • Cremen Sie Ihre Füße ein- bis zweimal täglich ein. Gut geeignet sind beispielsweise Ringelblumensalbe, Hirschtalgsalbe oder eine harnstoffhaltige Creme (Urea). 
  • Gönnen Sie Ihren Füßen in regelmäßigen Abständen ein Fußbad. Wenn die Haut etwas weich geworden ist, können Sie harte Hautschichten leicht mit einem Bimsstein entfernen. 
  • Tragen Sie nur Schuhe mit einer optimalen Passform. Wechseln Sie zudem öfters die Schuhe – so wird den Füßen Abwechslung geboten.
  • Tragen Sie Schuhe mit hohen Absätzen nur zu besonderen Anlässen und nicht jeden Tag zur Arbeit. 
  • Verwöhnen Sie Ihren Füßen von Zeit zu Zeit mit einer entspannenden Massage. 
  • Laufen Sie öfters barfuß. Denn Barfußlaufen stärkt die Muskulatur, fördert die Durchblutung und erhöht die Beweglichkeit der Zehen.