Gesunde Haut - Was uns jung hält

Schöne, junge und gesunde Haut bis ins reife Alter, wer träumt nicht davon? Doch nur zu zwanzig Prozent prägen unsere Gene das Hautbild. Durch einen gesunden Lebensstil und die passende Hautpflege für den eigenen Typ kann man viel selbst tun für eine gesunde Haut. Ein strahlendes Lächeln ist alterslos, unsere Haut ist es aber leider nicht: Mit zunehmenden Jahren verändert sie sich. Wer mit 15 arg mit Akne und Pickeln zu kämpfen hatte, freute sich natürlich, dass sich das Akneproblem mit dem Ende der Pubertät fast von allein löste.
Doch verändert sich die Haut auch weiterhin – nicht nur zwischen Kindheit, Jugend und dem Erwachsenwerden. Ob wir dabei im Rahmen der natürlichen Hautalterung früh zu Falten neigen, eine eher trockene oder fettige Haut haben, hängt jedoch nur zu etwa 20 Prozent von unseren Genen ab. Eine weitaus größere Bedeutung haben äußere und innere Faktoren, die wir allerdings durch einige Vorsorgemaßnahmen und Pflege gut beeinflussen können.
Haut mit Spuren des Lebenswandels
Feind der Haut Nummer eins ist die Sonne: Konsequenter UV-Schutz ist deshalb die beste Unterstützung für eine glatte Haut. Achten Sie schon früh darauf, dass Ihre Tagescreme einen leichten UV-Filter enthält. Und geizen Sie bei allen Freiluftaktivitäten nicht mit Sonnencreme. Weitere steuerbare Hautfeinde sind Schlaf- und Flüssigkeitsmangel, Nikotin sowie eine einseitige, sprich vitaminarme und fettreiche Ernährung. Auch hier können Sie schon mit kleinen Veränderungen positiv dazu beitragen, länger jung auszusehen: öfter mal früh zu Bett gehen, die Finger von Zigaretten lassen und täglich 1,5 Liter Wasser trinken sowie Obst und Gemüse essen. Aber auch Dauerstress geht regelrecht unter die Haut, denn dadurch wird vermehrt Cortisol gebildet. Das Hormon beeinflusst nicht nur Blutdruck und Blutzucker. Es gilt auch als Altmacher für die Haut, denn es kann sie dünner werden lassen. Sorgen Sie für Entspannung und einen aktiven Stressausgleich, z. B. durch regelmäßigen Sport. Positiver Nebeneffekt: Wer sich durch Bewegung ins Schwitzen bringt, verbessert die Hautdurchblutung und die natürliche Hautbefeuchtung.
Doch gibt es auch innere Faktoren, die Einfluss auf unser Hautbild haben und dabei eng mit unserem Lebensalter verbunden sind. Ab etwa 30 lassen verschiedene Hautfunktionen langsam nach. Eine intensive Feuchtigkeitspflege hilft aber dabei, die Hautbarriere zu stärken. Erste Fältchen zeigen sich vor allem um die Augen herum, hier tut Extrapflege gut.
Gesunde Hautpflege gegen Falten
Ab etwa 40 nimmt die natürliche Fett- und Talgproduktion ab, die Hautbarriere wird dünner, die Haut empfindlicher. Zugleich verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse in den Zellen, das Bindegewebe wird schwächer. Sichtbare Folge: Die Gesichtskonturen erschlaffen leicht, aus kleinen Fältchen werden erste Falten. Ihre Pflege muss nun reichhaltiger ausfallen, Anti-Aging-Wirkstoffe und Peelings, die die Zellerneuerung und Kollagenproduktion ankurbeln, können den Verlust an Straffheit bremsen. Hormonelle Veränderungen mit Anfang 50 wirken sich auch auf die Haut aus. Nimmt die Produktion des weiblichen Sexualhormons Östrogen ab, verliert die Haut zunehmend an Elastizität und Spannkraft. Auch die Feuchtigkeitsspeicherung lässt weiter nach. Hier können Sie mit einer passenden Creme von außen nachhelfen. Phytohormone können Mängel ausgleichen.
Mit 60+ wird Nachlässigkeit bei der Hautpflege spürbar: Damit es nicht zu Trockenheitsekzemen kommt, sollte man sich zweimal täglich gründlich von Kopf bis Fuß eincremen. Tiefere Falten kann man jetzt nur durch teure dermatologische Behandlungen wegmogeln. Aber ein umwerfendes Lächeln ist gratis, und es lässt jede Frau sofort jünger wirken.
Cremes keine Garantie für gesunde Haut
Bei dem großen Angebot an Cremes greifen viele Menschen schnell mal zu einer Pflege, die überhaupt nicht zu ihrer individuellen Haut passt. Spannt Ihre Haut schon kurz nach dem Eincremen oder empfinden Sie ein Missbehagen? Dann verwenden Sie wahrscheinlich die falsche Creme. Lassen Sie sich, was Ihren Hauttyp angeht, von einem Hautarzt beraten. Und greifen Sie nicht zu früh zu einer Anti-Aging-Creme: Wirkstoffe und Emulsionstypen, die perfekt auf eine reifere Haut abgestimmt sind, können bei jüngerer zu unerwünschten Effekten, etwa Pickeln, führen.
Tipps für eine gesunde Haut je Altersklasse:
- 30+ Tipps: Verwenden Sie eine Feuchtigkeitscreme mit Vitamin C und E, tagsüber mit UV-Filter Zeit für die erste Augencreme: Sie hilft, Mimikfältchen einzudämmen, Augenschatten zu mindern.
- 40+ Tipps: Eine reichhaltige Nachtcreme hilft beim Schönheitsschlaf Lippenpflege gegen feine Mundfältchen ist empfehlenswert Masken mit Hyaluronsäure polstern die Haut auf.
- 50+ Tipps: Pflege mit Retinol kurbelt die Kollagenproduktion an, kann die Faltentiefe mindern Hautdurchblutung täglich unterstützen: Mit den Fingern das Gesicht abklopfen.
- 60+ Tipps: Cremes mit Amino-Peptiden können die verlangsamte Hautregeneration stimulieren. Körperpflegeprodukte sollten sehr reichhaltig sein und Urea oder Hyaluronsäure enthalten.
Autor/Quelle: Sandra Schulte
