Wie entsteht Seitenstechen?

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Seitenstechen links, Seitenstechen rechts oder auf beiden Seiten zugleich lässt sich beim Joggen teils nicht vermeiden. Was ist dafür die Ursache? Seitenstechen ist ein recht harmloser Schmerz, aber er kann beim Laufen so stark werden, dass man seine Bewegung unterbrechen muss. Meistens hat man diese Probleme beim Sport, teilweise auch ohne Sport zu treiben. Die genaue Ursache für Seitenstechen ist nicht eindeutig geklärt.

Seitenstechen: Ursache nicht eindeutig

Die gängigste Theorie besagt, dass Seitenstechen durch eine verminderte Durchblutung des Zwerchfells bei extremen Belastungen (schnelles Laufen, Rennen, Joggen) entsteht. Andere Möglichkeiten sind die Minderversorgung von Leber und Milz, Verspannung der Bauchmuskulatur und eine Ausdehnung der Darmwände. Der Versorgungsengpass der Organe entsteht, da die arbeitende Muskulatur stärker durchblutet wird, damit sie ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Eine weitere Ursache für Seitenstechen kann in der unregelmäßigen Atmung liegen. Daher sollte man beim Laufen sein Tempo so wählen, dass man ohne Anstrengung sich noch unterhalten kann.

Seitenstechen: Was tun?

Was am besten gegen Seitenstechen hilft, muss jeder für sich selbst herausfinden. Es gibt aber einige Tipps, die man ausprobieren kann:

  • Langsam und in einem gleichmäßigen Rhythmus weiter laufen, auf eine ruhige Atmung achten, tief in den Bauch atmen.
  • Mit der Faust auf die schmerzende Stelle drücken, den Oberkörper leicht nach vorne beugen, und mit dem Ausatmen wieder loslassen.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt bei SportlerInnen kann auch die Ernährung sein.

Falls Sie häufig an Seitenstechen beim Joggen leiden, sollten Sie folgende Faustregel beachten und ausprobieren, um Seitenstechen vermeiden zu können: Zwei bis drei Stunden vor dem Training keine festen Speisen zu sich nehmen. Lebensmittel wie z.B. Käse, Fleisch, Müsli oder Vollkornprodukte benötigen sogar eine vierstündige Vorlaufzeit, bevor diese Lebensmittel nicht mehr im Magen liegen und das Lauftraining erschweren. Abschließend bleibt zu sagen, dass jeder seine Grenzen selbst bestimmen muss, damit Sport und Bewegung nicht zur Tortur werden, sondern Spaß machen.