Was ist ein Suppenkoma?

Es ist ein Symptom, das täglich Millionen von Menschen befällt und für das es dennoch kaum Heilmittel gibt. Aus dem Büro hetzen wir in die Kantine, gönnen uns eine schöne Mahlzeit aus Suppe, Hauptgericht und Nachtisch, gehen zurück an den Schreibtisch und werden plötzlich von einer unbändigen Müdigkeit befallen. Diagnose: Suppenkoma.
Während am Vormittag noch alles glatt lief, Konzentration und Motivation hoch waren und der Berg Arbeit langsam schwand, scheint eine vernünftige Arbeitsweise nun fast unmöglich. Die Augen sind schwer, die Gedanken kreisen nur noch um das kuschelige Sofa zu Hause und selbst Kaffee kann nun nichts mehr ausrichten.

Suppenkoma: Power-Nap kann helfen

Dabei ist das Suppenkoma, das auch als Schnitzelkoma bekannt ist, ein ganz natürliches Phänomen. Nach dem Essen beansprucht der Magen viel Blut, um die aufgespaltenen Nährstoffe in die Leber zu transportieren. Die Folge: Der Blutdruck sinkt, wir werden schläfrig, schlapp und antriebslos.

Hinzu kommt, dass Menschen generell meist nachmittags zwischen 13 und 14 Uhr ein biologisches Leistungstief haben. Ein Mittagsschlaf wäre nun also doppelt angebracht. Experten raten zu einem zehn- bis zwanzigminütigem „Power-Nap“. Das reicht meist, um neue Energien zu sammeln und das Suppenkoma zu überstehen. Länger als 30 Minuten sollte das Nickerchen jedoch nicht dauern, denn dann fährt der Kreislauf in den Keller und die Schläfrigkeit ist stärker als zuvor.

Suppenkoma vermeiden

Leider sehen es die meisten Chefs nicht sonderlich gerne, wenn ihre Mitarbeiter den Kopf statt den Händen auf ihre Computertastatur legen, abgesehen davon ist der Schreibtisch nicht gerade der bequemste Platz zum Schlafen. Besser ist es, sich von der Müdigkeit durch Spiele, beispielsweise Kreuzworträtsel oder Quiz-Spiele mit Kollegen abzulenken.

Wer das Suppenkoma umgehen will, muss jedoch nicht gleich eine Nulldiät halten. Es reicht, statt deftiger Currywurst oder fetter Schweinshaxe einen leichten Salat oder – tatsächlich – eine Suppe zu essen. Die Suppe wird in dem Wort Suppenkoma nämlich ganz zu Unrecht verdächtigt. Leicht verdauliche, fettarme Speisen verlangen dem Magen bei der Verdauung nicht so viel ab – dementsprechend benötigen sie auch weniger Blut und lassen dem Körper mehr Energie.

Ein kleiner Verdauungsspaziergang um den Block nach dem Mittagessen hat einen ähnlichen Effekt wie ein Nickerchen. Wenn die Zeit oder der Chef nicht einmal das erlaubt, kann es helfen, auf dem Rückweg von der Kantine auf den Fahrstuhl zu verzichten und die Treppen zu nehmen. Das bringt den Kreislauf in Schwung, versorgt den Körper mit Sauerstoff und lässt dem Suppenkoma keine Chance.