Was bewirkt Kohlensäure in Mineralwasser?

Kohlensäure prickelt angenehm auf der Zunge und fördert die Wahrnehmung feiner Geschmacksunterschiede bei Speisen sowie Weinen  sagen die Befürworter. Andere empfinden gerade das Prickeln als unangenehm und meiden Getränke mit Kohlensäure. Was Kohlensäure im Körper bewirkt, erklären wir Ihnen hier.

Sprudel natürlichen Ursprungs

Der größte Teil der deutschen Mineralwasservorkommen entspringt Vulkanregionen mit stark kohlendioxidhaltigem Gestein. Mineralwasser nimmt dieses Gas auf seinem unterirdischen Weg durch die Gesteinsschichten auf, wodurch Kohlensäure entsteht. In anderen europäischen Ländern enthält das Vulkangestein häufig weniger Kohlendioxid, weshalb dort seit jeher weniger Sprudel abgefüllt wird.

Wie wirkt Kohlensäure im Körper?

Die Kohlensäure im Mineralwasser hat unterschiedliche Auswirkungen. Sie sorgt für eine bessere Durchblutung der Mundschleimhaut und reinigt die Geschmackspapillen im Mund. Außerdem regt sie den Speichelfluss an und unterstützt die Verdauung. Kohlensäure füllt den Magen – bei Diäten ein willkommener Effekt, da so das Hungergefühl verschwindet.

In größeren Mengen kann das Völlegefühl aber als unangenehm empfunden werden und Blähungen oder Aufstoßen verursachen. Wer sehr viel trinken muss – beispielsweise Sportler oder Menschen, die schwer körperlich arbeiten – bevorzugt daher meist kohlensäurearme oder -freie Mineralwasser.

Kohlensäurehaltiges Mineralwasser in der Küche

Köche schätzen kohlensäurehaltiges Mineralwasser nicht nur als Getränk zu feinen Menüs, sondern auch als Zutat für Saucen und Desserts. Beim Backen kann Kohlensäure beispielsweise Backpulver ersetzen, da sie einen Gärprozess in Gang setzt, der den Teig hebt. Fleisch lässt sich in stark kohlensäurehaltigem Mineralwasser fettfrei anbraten.

Durch die Kohlensäure wird außerdem die Haltbarkeit des Wassers verlängert, da sie Bakterien abtötet. Dieser konservierende Nebeneffekt ist auch für andere Getränkezubereitungen wie Schorle oder Limonade nützlich.