Was ist Kurkuma?

Die Kurkuma (auch Curcuma longa) ist eine aus Südostasien stammende Unterart der Curcuma-Pflanze. Sie gehört zu den Ingwergewächsen und wird besonders in Indien angebaut. Vielleicht haben Sie schon einmal Bilder eines indischen Händlers mit seinen knallbunten Gewürzen gesehen? Darunter könnte auch das Kurkuma-Gewürz gewesen sein.

Kurkuma: Gewürz mit Heilwirkung

Wegen ihrer leuchtend gelben Farbe, die die Wurzel der Kurkuma-Pflanze vor allem ihrem hohen Anteil an ätherischen Ölen verdankt, wird sie häufig zum Färben benutzt, da sie eine weitaus kostengünstigere Alternative zu Safran darstellt. In unseren Breiten kennt man sie eher als Gelbwurz und weniger als einzelne Zutat, sondern aufgrund ihres bitter-scharfen Geschmacks vor allem als Beigabe in Gewürzmischungen mit Curry. In Indien werden von jeher unzählige Rezepte mit Kurkuma zubereitet.

Doch Kurkuma-Gewürz allein als Verfeinerung von Speisen anzupreisen, würde der Wirkung von Kurkuma als Heilpflanze nicht gerecht werden. Ihre heilende Wirkung wird auch von westlichen Medizinern mehr und mehr betont – zumal sie kaum Nebenwirkungen hervorruft. Lediglich Patienten, die an einer Gallenblasenerkrankung leiden, sollten Kurkuma, ob als Gewürz oder in Form von Kapseln, mit Vorsicht genießen.

Kurkuma: Wirkung schon lange bekannt

Ist die Kurkuma-Pflanze in Deutschland immer noch relativ unbekannt, so nimmt das Kurkuma-Gewürz in Indien bereits seit Jahrtausenden einen festen Platz auf dem Speiseplan ein. Dort weiß man schon seit zirka 4000 Jahren um die heilende Wirkung und nutzt sie für die Ayurveda-Medizin.

Doch auch westliche Wissenschaftler wurden in den letzten Jahren neugierig. Breite Anerkennung findet Kurkuma insbesondere durch die positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden. Da Kurkuma entkrampfend wirkt, die Produktion der Galle steigert und somit Speisen leichter verdaut werden, vermindert die Einnahme von Kurkuma-Kapseln Beschwerden wie Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Magenkrämpfe oder Völlegefühle. Zusätzlich senkt sie den Cholesterinspiegel und kann damit indirekt einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorbeugen.

In Indonesien wird Kurkuma insbesondere bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Bei Experimenten mit Mäusen wurde eine positive Wirkung bei Mukoviszidose festgestellt. Ebenso konnte bei Tierversuchen ein positiver Einfluss auf die Leber erkannt werden. Auch eine entzündungshemmende Wirkung wird der Kurkuma-Pflanze zugesprochen, wodurch sie mehr und mehr Anerkennung in der Behandlung von Rheuma-Erkrankungen findet.

Kurkuma: Krebs heilen möglich?

Immer mehr Forscher-Teams untersuchen eine mögliche heilende Wirkung von Kurkuma bei Krebs. Dabei gab es in der Tat Versuche, die ein langsameres Wachsen von Tumoren bestätigten. Zudem konnte man nachweisen, dass sie freie Radikale stabilisiert. Zwar kann man mit Kurkuma-Kapseln keinen Krebs heilen, doch wird in Fachkreisen ein unterstützender Einsatz in der Krebstherapie befürwortet. Auch zur Krebsvorsorge kann eine hochdosierte Gabe von Kurkuma beitragen, allerdings nur nach Rücksprache mit dem Arzt.

Zunehmend wird vermutet, dass Kurkuma auch vorbeugend gegen Alzheimer wirken kann. Der Verdacht erhärtet sich dadurch, dass in Indien weitaus weniger Menschen an Alzheimer erkranken.

Kurkuma: Kapseln oder Pulver

Doch mit welcher Darreichungsform erreicht man die beste Wirkung? Zwar gibt es Kurkuma-Pulver, doch die wenigsten Menschen werden täglich zwei Teelöffel pur zu sich nehmen wollen. Wer sich gesundheitsbewusst ernährt, kann sich an einem Rezept mit Kurkuma-Gewürz aus der Ayurveda-Küche erproben.

Sicher macht es Spaß, die unterschiedlichsten leckeren Kurkuma-Rezepte einmal auszuprobieren – schließlich gehört zum indischen Linsen-Gericht Kurkuma-Gewürz einfach dazu – doch wer nicht täglich ein neues Kurkuma-Rezept kochen möchte, könnte nach Rücksprache mit dem Arzt auf die Wirkung der hochkonzentrierten Kurkuma-Kapseln setzen; denn lediglich einmal wöchentlich den Hühnchen-Reis-Topf mit Kurkuma-Gewürz zu verfeinern, zeigt kaum heilende Wirkung.