Weiße oder braune Schale - welche Eier sind besser?

Während das weiche Frühstücksei das ganze Jahr über "Saison" hat, kommen hartgekochte Eier seltener auf den Tisch. Doch egal wie das Ei zubereitet wird, die Färbung von Schale und Dotter spielt bei den Verbrauchern eine große Rolle.
Eierfarbe sagt nichts über die Qualität aus
Die natürliche Schalenfarbe von Hühnereiern reicht von reinem Weiß bis zu dunklem Braun. Laut Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft haben sich die Vorlieben der Konsumenten bezüglich der Schalenfarbe in den vergangenen 15 Jahren geändert. Während früher Weiß beliebt war, bevorzugen heutzutage 60 Prozent der Deutschen braune Eier. Viele denken, dass braune Eier eher aus natürlichen Haltungsformen stammen oder besser schmecken würden.
Das ist jedoch ein Irrtum. Die Farbe der aus kohlensaurem Kalk bestehenden Schale wird allein durch die Gene bestimmt. Dabei stimmt die Faustregel, braune Hühner legen braune Eier und weiße Hühner legen weiße Eier nicht zwingend.
Innen blass- oder goldgelb?
Auch bezüglich der Dotterfarbe gibt es eine weit verbreitete Fehleinschätzung. Viele denken, dass Eier von "glücklichen", freilaufenden Hühnern tiefgelbe Dotter haben müssten. Richtig ist: Früher, als die meisten Hühner frei umher liefen, hatten ihre Eier im Winter blassgelbe und im Sommer goldgelbe Dotter. Denn die Dotterfarbe hängt vor allem von den im Futter enthaltenden Carotinoiden ab. Das sind gelbe und rote Farbstoffe, die auch in Pflanzen vorkommen. Im Winter wurden die Hühner mit Getreide gefüttert, im Sommer nahmen sie viel Grünzeug mit hohem Carotingehalt zu sich – und produzierten somit goldgelbe Eidotter.
Während also Eier aus Freilandhaltung durchaus blassgelbe Dotter aufweisen können, können Eier aus Legebatterien goldgelbe Dotter enthalten. Denn die Eier-Produzenten kennen die Vorliebe für ein goldenes Eigelb und mischen, teilweise synthetische, Carotinoide ins Futter.
Autor/Quelle: (smog)
