Was ist Taurin?

Richtig populär ist Taurin mit dem Auftreten von sogenannten Energydrinks geworden. Angeblich soll es aus dem Hoden von kastrierten Stieren gewonnen werden und zusammen mit Koffein "Flügel verleihen". Was ist nun wirklich dran an der Taurin Historie?

Herstellung von Taurin

1824 wurde Taurin erstmals aus Ochsengalle isoliert. Der Name wurde dann von dem griechischen Wort für Stier abgeleitet (Tauros = Stier). Es handelt sich hierbei um eine Aminoethansulfonsäure, die beim Abbau der Aminosäure Cystein entsteht. Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine von Proteinen.

Wirkung von Taurin

Für Erwachsene ist die äußere Zufuhr von Taurin nicht essentiell, da es im Körper selbst hergestellt werden kann. Säuglinge können dies noch nicht und sind auf die Aufnahme durch die Muttermilch angewiesen. Taurinmangel im menschlichen Körper kann Störungen des Immunsystems nachsichziehen. Gute Nahrungsquellen für Taurin sind Fisch, Fleisch und Milchprodukte.

Der Mensch benötigt Taurin für die Bildung der Gallensäuren Taurocholsäure und Taurochenodesoxycolsäure. Es wird angenommen, dass Taurin bei der Entwicklung des Nervensystems und beim Muskelwachstum eine Rolle spielt. Weiterhin wird ihm eine Funktion als Radikalfänger und als Überträgersubstanz im Gehirn zugeschrieben. Detaillierte Untersuchungen hierzu fehlen jedoch. Möglicherweise verstärkt Taurin die Wirkung von Koffein, was erklären könnte, warum Energydrinks stärker anregen als Kaffee! Aktuelle Untersuchungen kommen zu dem vorläufigen Ergebnis, dass Taurin bei der Behandlung einer Lungenentzündung oder Niereninsuffizienz helfen kann.

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