Was sind Enzyme?

Enzyme sind Eiweißverbindungen, die alle wichtigen Stoffwechselprozesse im Körper erst ermöglichen. Sie sind erforderlich für Wachstum, Verdauung, Fortpflanzung und Atmung.
Diese so genannten "Bio-Katalysatoren" beschleunigen, verlangsamen und steuern Lebensvorgänge und bewirken, dass der Körper aus der Nahrung Energie aufnehmen kann. Im Klartext heißt das: Ohne Enzyme würde unser Organismus nicht funktionieren. Auch Lebensmittel wie Joghurt, Käse, Brot, Wein und Bier entstehen erst durch die Mitwirkung von Enzymen.
Bis heute sind ca. 2.500 verschiedene Enzyme bekannt, die u. a. in Ananas, Feigen, Papayas und Melonen vorkommen. Pflanzliche Enzymen sind zum Beispiel das Bromelain aus der Ananas oder das Papain aus der Papaya. Daneben gibt es auch tierische Enzyme, wie das Pankreatin aus der Bauchspeicheldrüse.

Körpereigene Hilfe zur Selbsthilfe

Enzyme sind keine Wundermittel, aber sie geben dem Körper die Kraft, sich selbst zu heilen. Enzyme haben sich bei Entzündungen, Durchblutungsstörungen und insbesondere bei Sportverletzungen bewährt. Bei Sportarten, bei denen es leicht zu Zerrungen, Prellungen, Kreuzbandrissen und Blutergüssen kommt, wie z. B. beim Ski fahren, werden Enzyme gerne vorbeugend eingesetzt, da Schwellungen und Entzündungen dadurch rascher abklingen. Enzyme verbessern die Durchblutung an der entzündeten Stelle und helfen auch bei "blauen Flecken" (Blutergüssen).

Enzymtherapie

Die Enzymtherapie gehört zu den Naturheilverfahren und ist eine der ältesten Heilmethoden der Menschheit. Bereits in der Bibel wird die Heilung eines Geschwürs durch Auflegen eines Breies aus Feigen beschrieben, was letztendlich eine "Enzymtherapie" war, denn in Feigen ist das Enzym "Fiscin" enthalten. Und auch Adam griff bekanntlich nach dem Feigenblatt, wenn auch aus anderen Gründen. Feigenblätter werden heute noch in arabischen Ländern zur Wundheilung benutzt.