Kann man Schwitzen wirklich trainieren?
In heißen, vielleicht sogar schwülen Gegenden haben wir Mitteleuropäer es nicht immer ganz leicht mit dem Klima. Schon kurz nach der Ankunft fließt der Schweiß in Strömen.
Schweißtreibende Akklimatisierung
Obwohl dieser eigentlich der Kühlung des Körpers dient, ist dieses Mehr an der salzigen Ausscheidung nicht unbedingt hilfreich. Ein großer Teil des Schweißes tropft ab und kann nicht verdunsten. Aber keine Sorge: Der Körper passt sich nach einiger Zeit an ein neues Klima an: Nach ca. 3 Wochen hat er sich akklimatisiert und bildet dann auch weniger Schweiß.
Aber kann man Schwitzen wirklich trainieren?
Im bestimmten Umfang kann das Schwitzen auch trainiert werden. Dabei "lernen" die Schweißdrüsen, genau so viel Wasser abzugeben, wie auch verdunsten kann. Unser Körper ist nämlich ein wirtschaftlich arbeitendes System: unverdampft, abtropfender Schweiß ist unnötiger Wasserverlust, den es zu vermeiden gilt. Interessant ist, dass in "akklimatisiertem" Schweiß weniger Salz enthalten ist. Auch hier spart der Körper.
Ein gutes Training für die Schweißdrüsen ist übrigens Saunabaden.
Durchtrainierte Menschen schwitzen mehr?
Auch an eine sportliche Betätigung muss sich der Körper zunächst gewöhnen und sein Kühlsystem darauf einstellen. Ergebnis: Ausdauertrainierte Athleten schwitzen wirksamer. Sportler beginnen früher zu schwitzen und schwitzen mehr als Nichtsportler. Weil ihre Körpertemperatur aufgrund des Schwitzens langsamer ansteigt, sind sie besser vor einer Überhitzung geschützt. Außerdem verlieren sie mit dem Schweiß weniger Salze.
Schweiß stinkt?
Schweiß an sich ist geruchlos. Erst wenn er auf der Haut mit Bakterien zusammentrifft und zersetzt wird, fängt er an zu riechen. Wie das Ganze riecht, hängt dabei von der Art der Bakterien ab: Schwerer, saurer Körpergeruch wird vorwiegend durch Mikrokokken verursacht, die bei allen gesunden Menschen in großen Mengen vorkommen. Dieser Geruchstyp findet sich besonders bei Frauen. Der eher stechende Geruch kommt dagegen eher bei Männern vor und wird von den so genannten lipophilen Diphtheroiden verursacht. Diese Bakterien werden in stärkerem Maß bei Männern gefunden.
Insgesamt ist die Intensität des Geruchs aber von der Zahl der Bakterien auf der Haut abhängig.
