Leinöl - Wirkung und gesunde Rezepte

Vergessenes Leinöl? Durch den Boom von italienischem Olivenöl und angereicherten Würz-Ölen in den letzten Jahren ist eine Ölsorte in Vergessenheit geraten, die eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte: das vielseitige Leinöl. Lesen Sie hier mehr über die gesundheitliche Wirkung von Leinöl sowie seine Verwendung in der Küche.

Leinöl: Gesund und vielseitig

Das aus den Samen von Flachs gewonnene Leinöl ist nicht nur eine gesunde und schmackhafte Bereicherung für jede Küche, sondern wird auch zum Holzschutz, als Färbe- und Konservierungsmittel und in kosmetischen Produkten verwendet. Klingt nicht gerade lecker? Ist es aber. Denn mit seinem außergewöhnlichen nussigen, leicht heuartigen Geschmack ist das Leinöl eine echte Alternative zum ewigen Oliven- oder Sonnenblumenöl. Da Leinöl nicht erhitzt werden sollte, gibt es zahlreiche Leinöl-Rezepte für Salate, kalte Speisen und Quark.

Leinöl: Omega-3-Fettsäure-Lieferant

Durch seinen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren ist Leinöl nicht nur schmackhaft, sondern bringt zudem auch viele Vorteile für die Gesundheit: es soll sich positiv auf den Cholesterinspiegel sowie das Immunsystem auswirken, bei Depressionen, Hyperaktivität, während der Wechseljahre und sogar bei der Krebstherapie helfen und gut für die Haut und alle anderen Organe sein. Auch die Darmflora profitiert von den Schleimstoffen, die im Leinöl vorhanden sind. Als Hausmittel wird das vielseitige Öl seit langem bei Husten sowie Heiserkeit eingesetzt. Rundum hat Leinöl eine gesunde Wirkung.

Herstellung und Lagerung von Leinöl

Leinöl wird aus Leinsamen, den reifen Samen von Flachs, hergestellt. Dazu werden die Leinsamen entweder heiß oder kalt gepresst. Schonender ist die Kaltpressung, da hierbei die meisten Vitamine sowie Nährstoffe erhalten bleiben und so das Leinöl richtig gesund wird.

Egal wie es gepresst wird, hat das hochwertige Naturprodukt allerdings einen Nachteil: Durch den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren oxidiert es beim Kontakt mit Luft schnell und wird bitter. Leinöl hat daher eine relativ geringe Haltbarkeitsdauer von etwa zwei Monaten. Es sollte kühl sowie dunkel, möglichst im Kühlschrank und bestenfalls sogar im Tiefkühlfach aufbewahrt werden. Wegen seines niedrigen Schmelzpunktes kann Leinöl problemlos bei Temperaturen von bis zu -20 Grad gelagert werden, ohne hart zu werden.

Verwendung von Leinöl

Am besten schmeckt Leinöl jedoch ganz frisch, deshalb empfiehlt es sich, immer nur kleine Fläschchen der gold-gelben Flüssigkeit zu kaufen. Auch wenn der nussige Geschmack nicht jedermanns Sache ist, so sollte man das gesunde Öl doch zumindest einmal probiert haben. Angesichts der vielen verschiedenen Rezepte mit Leinöl haben wir sowohl einen Klassiker für Unerfahrene als auch ein exotischeres Gericht für eingefleischte Leinöl-Fans vorbereitet. Die Rezepte sind jeweils für zwei Personen ausgelegt.

Klassiker: Leinöl mit Quark und Pellkartoffeln

Wegen seines nussigen Geschmacks passt Leinöl besonders zu leicht schwefelhaltigen Speisen wie Käse, Fisch, Joghurt, Eiern oder Quark. Ein traditionelles Rezept aus der Lausitz und dem Spreewald ist Leinöl mit Pellkartoffeln und Kräuterquark. Dazu benötigt es nur ein paar Zutaten sowie etwa 30 Minuten Zeit.

  • 6 mittelgroße Kartoffeln
  • 500 g Quark
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Tasse Milch
  • Frischer Schnittlauch
  • 4 EL Leinöl
  • Salz und Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. In der Zwischenzeit den Quark mit der Milch (alternativ auch saurer Sahne) und dem Leinöl cremig rühren. Zwiebel und Schnittlauch klein schneiden und hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Die gekochten Kartoffeln schälen und mit dem Quark anrichten. Dazu passt ein frischer Salat – natürlich mit Leinöldressing.

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Gesund und exotisch: Obstsalat mit Leinöl

Besonders im Winter ist es gar nicht so leicht, an ausreichend Vitamine und Nährstoffe zu kommen. Dieser Obstsalat bietet mit Südfrüchten, Nüssen und Leinöl eine wahre Vitaminbombe. Zudem ist er gleichzeitig eine leckere Alternative zu Schokolade und Chips.

  • 1 Apfel
  • 1 Birne
  • 2 Mandarinen
  • 1 Orange
  • 1 Grapefruit
  • ½ Mango
  • 30 g Walnüsse (ohne Schale)
  • 1-2 EL Leinöl

Zuerst die Orange, die Mandarinen und die Grapefruit schälen und die weiße Haut zwischen den Stücken entfernen. Die Mandarinenscheiben dürfen komplett in den Salat, Orangen- und Grapefruitstücke werden einmal in der Mitte durchgeschnitten. Der Saft, der dabei austritt, sollte möglichst auch im Salat landen. Dann den Apfel und die Birne gründlich waschen, entsteinen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Mango schälen, entkernen und zerstückeln.

Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die Wallnusskerne grob hacken und über die Früchte streuen. Zum Schluss je nach Geschmack das Leinöl unter den Salat mischen.